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Luc Bondys "Tosca" erntet in New York Buhrufe
Buhrufe für den Intendant der Wiener Festwochen, Luc Bondy, in New York: Seine moderne Inszenierung von Puccinis "Tosca" an der Metropolitan Oper ist am Premierenabend beim Publikum auf Ablehnung gestoßen, berichtete die "New York Times". Für die Sänger und Sängerinnen gab es zunächst Applaus. Als sich aber der 61-jährige Bondy auf der Bühne zeigte, gab es langanhaltende, laute Buhrufe.
Bondys "Tosca" steht in großem Kontrast zu der Version seines italienischen Kollegen Franco Zeffirelli (86). Dessen naturalistische und aufwendige Inszenierung war seit 1985 unverändert in der Met gespielt worden. Bondys Kostüme und Bühnenbild wirken im Vergleich dazu kahl, einige Szenen sind sexuell anzüglich oder gewalttätig.
"Die Reaktion war sehr, sehr heftig, weil sie 'Tosca' seit 22 oder 30 Jahren haben und sie nichts anderes sehen wollen. Es ist ein Problem zu denken, dass ein Werk existiert und eine endgültige Interpretation hat", sagte Bondy der Tageszeitung.
Auf den Kartenverkauf wirkte sich die kritische Haltung jedoch nicht negativ aus. Peter Gelb, der Generaldirektor der Met, sagte der Rest der Saison sei bereits ausverkauft und Bondys "Tosca" werde auch im kommenden Jahr wieder aufgenommen. "Es ist ganz sicherlich die 'Tosca' der unmittelbaren Zukunft. Wir sind stolz darauf", so Gelb.
Von: bb



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