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30.09.2009 15:30 Artikel drucken

Mitschülerinnen sengten Muslimin Kopftuch an

Aufregung um die Attacke auf eine 15-jährige muslimische Schülerin herrscht in der Fachschule für wirtschaftliche Berufe der Caritas der Diözese Graz-Seckau. Die beiden Schülerinnen haben in der Vorwoche bei einem Ausflug das Kopftuch des Mädchens angezündet. Hinter dem Vorfall stünden keine religiösen Motive, versicherte ein Sprecher. Die beiden beschuldigten Mädchen wurden der Schule verwiesen.

Wie es von der Caritas als Schulbetreiberin am Mittwochmittag hieß, habe die Direktorin die Maßnahme des Schulverweises ergreifen müssen, weil eine zuvor vereinbarte Entschuldigung nicht eingehalten worden sei. "Da das Ziel der Einsicht nicht erreicht werden konnte, blieb mir als letzte Konsequenz nur der Schulverweis", wurde die Schulleiterin Evelyn Awad in der Stellungnahme der Caritas zitiert.

Unterstrichen wurde auch, dass der Vorfall von der Caritas entschieden verurteilt werde. Die beiden Schülerinnen nicht muslimischen Glaubens hätten ihre muslimische Mitschülerin im Rahmen eines Ausfluges zuerst bedrängt und dann das Kopftuch angezündet, meldete der ORF Steiermark am Mittwoch. "Das angesengte Tuch brannte glücklicherweise nicht weiter", sagte Caritas-Sprecher Harald Schmied.

Die Schulleitung habe erst am nächsten Tag von der Mutter der Schülerin von dem Übergriff erfahren und der Mutter nahegelegt, eine Anzeige zu machen. "Es ist ein Vorfall, der in seiner symbolischen Dimension und emotionalen Beleidigung für diese Schule sicherlich ein außergewöhnlicher ist", so Schmied gegenüber der APA. Laut der Direktorin der Schule könne ein religiöses Motiv ausgeschlossen werden, es gehe um "persönliche Differenzen".

Von: mhh/mf

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