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Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir? Wie, wenn nicht grün?
Am Wochenende fand in Wien, in einer ehemaligen Chemiefabrik in Floridsdorf, der Zukunftskongress der Grünen Österreichs statt. Er sollte ein Signal für die Öffnung der Partei, ihren Willen zum Dialog mit vielen Menschen der Zivilgesellschaft und für politische Themen auch außerhalb des engeren Parteiprogramms sein. Auch VertreterInnen von Südtirols Grünen nahmen daran teil. Eine neue Art der politischen Debatte hatten die Grünen Österreichs bereits vor einem Monat angezettelt, als sie 30 Thesen bereits im Vorfeld des Kongresses ins Internet stellten (http://zukunftskongress.at). "The winner ist the Wiener Schnitzel", so präsentierte Maria Vassilakou, Grünen-Chefin von Wien, auf dem Kongress die These, die für den lebhaftesten Schlagabtausch sorgte: Die Aussage, dass der täglich verzehrte, panierte Fleischfleck, nicht nur ungesund, sondern auch klimafeindlich ist, weil die futterproduzierende Landwirtschaft Treibhausgase en masse ausstößt. Folgende drei große Themenbereiche wurden von den VeranstalterInnen an diesem nebeligen Sonntag in den Vordergrund gerückt: Arbeit/Wirtschaft/Energie/Klima einerseits, und Bildung sowie Migration andererseits. "Unüberhörbar stieg der Lärmpegel der Debatte, als das "World-Café", eine Art Swingerclub für Diskutanten, eröffnet wurde." (Standard vom 23.11.) Abgeordnete, FunktionärInnen und SympathiesantInnen wechselten dabei zwischen Stehtischen hin und her, tauschten Meinungen aus und hielten ihre schier unzähligen Anliegen schriftlich fest. Diese ersten Ergebnisse wurden am Nachmittag in Workshops und Arbeitsgruppen gebündelt und weiter vertieft: Über die vorgegeben Themenbereiche hinaus, forderte die Basis vor allem das bedingungslose Grundeinkommen, nachhaltigen Ausbau von basisdemokratischen Mitentscheidungsmöglichkeiten, Chancengerechtigkeit und Kostenwahrheit im weitestem Sinne des Wortes. Dieser Kongress war ein wichtiger Schritt, um den politischen Tunnelblick abzulegen und neue Kontakte zur Welt außerhalb der Parteigremien zu knüpfen: Mahnung und zugleich Anregung auch für die Grünen Südtirols.
Von: Grüne Verdi Vërc





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