Italien
13.12.2009 22:20 Artikel drucken

Der 42-jährige Berlusconi-Aggressor Massimo Tartaglia

picturedesk, - Massimo Tartaglia

Chronik
Foto: picturedesk, - Massimo Tartaglia

Der 42-jährige Massimo Tartaglia, der Ministerpräsident Silvio Berlusconi bei einer Veranstaltung seiner Mitte-Rechts-Partei „Popolo della Libertá“ mit einem Faustschlag verletzt hat, leidet an psychischen Problemen.

Nach Angaben italienischer Medien wird der bisher nicht vorbestrafte Tartaglia seit zehn Jahren in der Mailänder Poliklinik behandelt. Der Mann hatte Berlusconi angegriffen, während dieser Autogramme für einige Aktivisten seiner Partei unterzeichnete.

Der mit Berlusconi verbündete Chef der Lega Nord, Umberto Bossi, sprach von einem „terroristischen Akt“ gegen der Premierminister. Kulturminister Sandro Bondi betonte, der Angriff auf den Premierminister sei das Resultat der Hasskampagne, die Teile der Politik und der Medien seit Monaten gegen Berlusconi führen.

Berlusconi erhielt Solidaritätserklärungen von der Opposition. „Der Angriff auf Berlusconi ist eine abscheuliche Geste, die scharf verurteilt werden muss“, erklärte Oppositionschef Pier Luigi Bersani.

„Wir müssen alle die Verantwortung übernehmen, damit kein gewalttätiges Klima genährt wird“, kommentierte der Ex-Premierminister Massimo D’Alema.

Vor dem Angriff hatte sich Berlusconi an einigen Personen gewendet, die laut gegen ihn demonstrierten. „Sie wollen Italien in einen lärmenden Platz umwandeln, auf dem jeder beschimpft und verurteilt. Das werden wir nicht zulassen. Schande, Schande“, hatte der Premierminister betont.

Vor den Anhängern seiner Partei hatte Berlusconi versichert, dass seine Partei vollkommen demokratisch sei.

„Ich bin kein Monster, wie die Opposition schreibt“, sagte der Premierminister. Seine Mitte-Rechts-Partei sei eine demokratische Gruppierung und keine Partei, in der ein einziger Chef alle Beschlüsse ergreife.

„Die Beschlüsse werden von mehreren Personen gefasst“, sagte der Medienzar, dem in den vergangenen Monaten wiederholt mangelnder Pluralismus in seiner im vergangenen Frühjahr gegründeten Partei vorgeworfen worden war.

Von: apa

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

zurück Video Archiv weiter