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HGV: Harter Schlag aber Verständnis für Landesrat Bergers Entscheidung
Bozen - „Für unser investitionsfreudiges Gewerbe ist das ein harter Schlag. Aber Landesrat Hans Berger hatte keine andere Wahl“, kommentiert HGV-Präsident Walter Meister die tiefgreifende Maßnahme des Tourismuslandesrates, ab sofort alle Förderungen für das Hotel- und Gastgewerbe auszusetzen. Meister befürchtet negative Auswirkungen auch auf das heimische Baugewerbe und das Handwerk, zumal Investitionen nicht oder notgedrungen mit den Billigstanbietern auch von außerhalb des Landes getätigt werden müssten.
Wartezeiten von fünf Jahren bei den Kapitalbeiträgen bzw. zwei Jahren bei Finanzierungen über den Rotationsfonds seien weder betriebs- noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Jahrelang hatte der HGV bereits auf diese prekäre und inakzeptable Situation hingewiesen, die Politik habe es aber bisher versäumt, die erforderlichen Maßnahmen zur Lösung dieses Missstandes zu ergreifen. Man respektiere deshalb die ehrliche Haltung Bergers.
Offensichtlich, so schreibt der HGV weiter in seiner Presseaussendung, habe die Politik noch immer nicht die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für das gesamte Land erkannt. Das Gastgewerbe zähle notgedrungen zu den investitionsfreudigsten Branchen, was wiederum dem heimischen Baugewerbe und dem Handwerk zugute komme.
„Um so mehr hoffen wir deshalb, dass die Politik jetzt bereit ist, dem Landesrat für Tourismus jene Gelder zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind, um endlich mit diesen Altlasten aufzuräumen“, so Meister. Erst dann könne über neue, effiziente Fördermaßnahmen nachgedacht werden.
Es sei jedenfalls völlig inakzeptabel, dass der Tourismus zwar in Sonntagsreden immer wieder als Motor der heimischen Wirtschaft bezeichnet, bei der Zuteilung der öffentlichen Mittel jedoch stiefmütterlich behandelt werde. Seit Jahren, so der HGV weiter, falle dem Tourismus insgesamt, also inklusive der Gelder für die SMG und die Tourismusorganisationen, nicht einmal ein Prozent des Landeshaushaltes zu. In den Nachbarregionen Trient und Nordtirol seien es hingegen über zwei Prozent, heißt es abschließend in der Pressemitteilung des HGV.
Von: hg



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