Südtirol (Vermischtes)
31.12.2009 14:27 Artikel drucken

Willeits Rücktritt aus STR und RTC bringt SVP in Erklärungsnot

Was ist aus Willeits Brief an SVP geworden? Der freiheitliche Landesparteiobmann, Landtagsabgeordneter Pius Leitner, ortet bei der SVP und bei der Landesregierung Erklärungsbedarf, was den Rücktritt von Ferdinand Willeit als Verwaltungsratsmitglied bei STR und RTC betrifft. Die Bevölkerung erwarte sich Aufschluss darüber, was SVP und Landesregierung nach dem Rücktritt Willeits vom Präsidentenamt beider Gesellschaften unternommen hätten. 

 

"Offensichtlich hat der Rücktritt Willeits als Präsident der STR und der RTC nicht gereicht, um die zuständigen Stellen in Südtirol aus ihrer Letargie zu wecken. Schließlich ist das Land bei der Brennerautobahn beteiligt, die wiederum zu 88% die Schienentransportgesellschaft (STR) kontrolliert, welche ihrerseits größter Aktionär der Rail Traction Company (RTC) ist. Beide Gesellschaften haben die Aufgabe, den Schwerverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern. Von diesem Ziel scheint sich die neue Führung bei der Brennerbahn nach und nach zu entfernen. Um diese neue Politik durchsetzen zu können, wurde Willeit als Präsident abgewählt, obwohl er gute Arbeit geleistet hatte. Es wurde nie restlos aufgeklärt, ob die Landesregierung Willeit bei dessen Wiederwahl auch tatsächlich konsequent unterstützt hat oder ob sie Mitschuld an dessen Scheitern trägt", so Leitner.

 

Die Krokodilstränen, welche die SVP nun vergieße, seien mehr als entbehrlich. Wenn die SVP-Fraktion im Landtag nun Aufklärung über die Hintergründe der Willeit-Rücktritte verlange, so handle es sich dabei um vershüttete Milch. Viel mehr müsse die SVP der Bevölkerung reinen Wein einschenken, warum sie den an sie gerichteten Brief Willeits, der einem Hilferuf gleichzusetzen sei, nicht mit dem gebotenen Ernst zur Kenntnis genommen und die entsprechenden Schritte für eine Richtungsänderung unternommen habe, kritisiert Leitner.

 

"Wir Freiheitlichen haben die Bestellung Willeits nach seinem Ausscheiden aus dem römischen Senat zum Präsidenten der Brennerautobahn als typischen Versorgungsposten bezeichnet. Wir haben aber sehr bald zur Kenntnis genommen, dass er in dieser Funktion nicht nur für Südtirol wertvolle Arbeit geleistet hat, sondern dass er mit dem Schwerpunkt Verlagerung auf die Schiene die Weichen für eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik gestellt hat. Die Weichen, die nun wieder neu gestellt werden sollen, weisen in die verkehrte Richtung. Die Verantwortung dafür spart SVP und Landesregierung nicht aus", so Leitner abschließend.

Von: lt

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