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Rosarno: Proteste der illegalen Einwanderer gehen weiter
Rosarno (Reggio Calabria) - Die Proteste der illegalen afrikanischen Einwanderer nach den gestrigen Zusammenstößen mit den Ordnungshütern gehen weiter. Die Einwanderer haben die beiden Heime, in denen sie untergebracht sind, verlassen und sind auf die Straße gegangen.
Es gibt Spannungen zwischen den Einwohnern der Stadt und den afrikanischen Immigranten, Demonstranten errichteten Straßensperren. Einige Ausländer zerstörten Schaufenster und warfen Müllcontainer um, in der Zwischenzeit traf eine Delegation den Kommissär der Präfektur, der den Einwanderern Schutz zusicherte. In Rosarno blieben Schulen und Geschäfte indes geschlossen, einer der Einwohner hatte zum Zweck der Einschüchterung in die Luft geschossen.
Bei einer Kollision zwischen den Carabinieri und eine Gruppe von Stadtbewohnern, die die protestierenden Einwanderer erreichen wollten und dabei von den Ordnungshütern gestoppt worden waren, kam es zu Protesten. "Ihr müsst sie schlagen, nicht uns", so die Bewohner. "Es reicht mit den Immigranten - sie müssen weg", äußert sich einer der Demonstranten.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben Polizei und Carabinieri bereits sieben Personen festgenommen, unter ihnen ein Bewohner der Stadt Rosarno, der versucht hatte, einen Immigranten mit seinem Auto anzufahren. Bei den Ausschreitungen verletzt wurden 14 Immigranten und 18 Ordnungshüter. Die Einwohner wurden indes aufgefordert, die gespannte Situation nicht weiter zu nähren und stattdessen abzuwarten, dann werde wieder Ruhe einkehren.
Innenminister Roberto Maroni sprach heute Morgen über den Vorfall in einem Interview auf dem italienischen Sender Canale5: "In den letzten Jahren wurde nichts gegen die illegale Einwanderung unternommen, die stark ansteigende Kriminalität war das Resultat. Jetzt werden wir in Rosarno mit entsprechenden Mitteln durchgreifen. Es ist eine schwierige Situation. Wir haben begonnen gegen das Problem anzukämpfen und nach und nach wir sich die Situation normalisieren."
Von: asx




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