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05.02.2010 14:06 Artikel drucken

Silvius Magnago - 96. Geburtstag - Besuch von Durnwalder und Theiner

lpa,archiv - Als langjährigem Landeshauptmann verdankt ihm Südtirol seine erst 1992 abgesicherte Autonomie.

Alt-Landeshauptmann hat Geburtstag
Foto: lpa,archiv - Als langjährigem Landeshauptmann verdankt ihm Südtirol seine erst 1992 abgesicherte Autonomie.

Landeshauptmann Luis Durnwalder hat am heutigen 5. Februar Silvius Magnago in seinem Haus in Bozen einen Geburtstags-Besuch abgestattet: Die besten Glückwünsche habe er dem Vater der Südtiroler Autonomie zur Vollendung seines 96. Lebensjahres überbracht, sagte Durnwalder.

Er habe, erklärte der Landeshauptmann, seinem Amtsvorgänger die Glückwünsche auch vonseiten der Landesregierung und stellvertretend für die gesamte Bevölkerung ausgesprochen. Die Begegnung im Wohnzimmer des Hauses Magnago schilderte er als herzlich und lebhaft.

Angeregt verlief die Unterhaltung, an der auch Landesrat und SVP-Obmann Richard Theiner teilahm, rund um das Thema der Geschichte des Südtiroler Autonomiepaketes, deren positive Entwicklung unbestreitbar ein Verdienst des damaligen Landeshauptmannes Magngago war und weshalb ihm Dank und Anerkennung vonseiten aller Südtirolerinnen und Südtiroler gebühre, wie Luis Durnwalder unterstrich. Als Geschenk wurde Silvius Magnago unter anderem ein Korb mit Südtiroler Spezialitäten überreicht.

Junge Generation gratuliert

„Sein politisches Lebenswerk wird auch uns Jugendliche stets Erbe und Auftrag sein. Für uns politisch tätigen jungen Menschen ist Silvius Magnago ein Vorbild“, so die amtsführende Landesjugendreferentin Heidi Gamper und ihre Stellvertreter Thomas Rauch und Daniel Ellecosta. „Silvius Magnago verkörpert für uns einen geradlinigen, konsequenten und mutigen Politiker, wobei Menschlichkeit und Werte für ihn stets Gradmesser waren“, so die JG-Führung abschießend.

SVP-Senioren gratulieren

„Magnago ist für viele Südtirolerinnen und Südtiroler der Inbegriff von selbstlosem Einsatz für Land und Leute. Er ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, ohne die das heutige Südtirol mit seiner weitläufigen Autonomie undenkbar wäre. Nicht umsonst wird er als der Vater der Südtirolautonomie bezeichnet“- betont der Seniorenvorsitzende Otto von Dellemann.

In den vergangenen Jahren hat Magnago sich in besonderer Weise für die Anliegen der Senioren eingesetzt. Er hatte immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen, Wünsche und Erwartungen und dafür danken ihm die SVP-Senioren auf das Allerherzlichste.

Sein Leben

Magnago entstammt einer zweisprachigen Familie. Sein Vater war ein Italiener, seine Mutter deutschsprachige Südtirolerin. Nach der Matura am Franziskanergymnasium Bozen studierte Magnago Jura in Bologna, wo er im Juni 1940 zum Doktor juris promoviert wurde.

Nach der Besetzung Norditaliens durch die deutsche Wehrmacht wurde er als Soldat einberufen und im Dezember 1943 an der Ostfront schwer verwundet. Als Folge der Verwundung wurde ihm ein Bein amputiert; seither ist er an den Gebrauch von Krücken gebunden. 1959 wurde er Ehrenpräsident des Südtiroler Kriegsopfer- und Frontkämpfer-Verbandes. Magnago lebt seit seiner Studienzeit in Bozen. Wegen seiner fortgeschrittenen Gesichtsmuskellähmung kann Magnago seinem Hobby Schießsport nicht mehr nachgehen. Auch zeigt er sich nur mehr selten in der Öffentlichkeit.

Politik

Seine politische Tätigkeit begann Magnago 1947 als Gemeinderat von Bozen. Er wandte sich scharf gegen die forcierte italienische Zuwanderung und gegen die einseitige Vergabe von Wohnungen. Nach den ersten Gemeindewahlen von Bozen im Mai 1948 war Magnago bis 1952 Vizebürgermeister der Stadt, und gleichzeitig Präsident des Landtags bzw. des Regionalrats. 1957 wurde er Obmann der Südtiroler Volkspartei und hatte dieses Amt 34 Jahre lang (bis 1991) inne. 1960 bis 1989 war er Landeshauptmann. Er gilt als „Vater des Südtirol-Pakets“, das 1969 die Autonomie Südtirols innerhalb Italiens vertraglich regelte, aber erst 1992 wechselseitig angenommen wurde.

Er ist auch einer der Vordenker des Europa der Regionen und seit 1991 Ehrenobmann der SVP. 1989 bis 1994 war Silvius Magnago Mitglied jener Kommissionen, welche mit Rom die Durchführungsbestimmungen zum neuen Autonomiestatut verhandelte. Magnago erhielt unzählige nationale und internationale Auszeichnungen.

Von: wikipedia;gh

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