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10.02.2010 16:56 Artikel drucken

Minniti gedenkt der Opfer der Karsthöhlen

Mauro Minniti

Schicksale von Norma Cossetto oder der Geschwister Radecca
Foto: Mauro Minniti

„Der Opfer der Massaker in den Karsthöhlen gedenken ist nicht nur ein Akt der Gerechtigkeit – im Buch der Geschichte dürfen keine Seiten fehlen, auch wenn sie durch nationalistischen und politischen Hass durch Blut besudelt wurden“, erklärt Landtagsvizepräsident Mauro Minniti anlässlich der Gedenkfeier zu Ehren der zwanzigtausend antikommunistischen Italiener, die in die Karsthöhlen geworfen wurden.

„Die Schicksale von Norma Cossetto oder der Geschwister Radecca und vieler anderer aus Istrien, Dalmatien und Julisch Venetien, die in die Höhlen geworfen wurden, Schicksale, die aus politischen und diplomatischen Beweggründen verschwiegen wurden, müssten gebührend Platz in den Schulbüchern finden, damit unsere Kinder erfahren, welchen Lauf die Geschichte unseres Landes genommen hat und welchen Schmerz das für ganze Familien von Italienern bedeutete, die – wenigstens die Überlebenden – gezwungen waren, ihr Hab und Gut zurückzulassen und in andere Regionen auszuwandern. Davon waren rund 350.000 Menschen betroffen, einige von ihnen leben heute in Südtirol und tragen zum Wohlstand unseres Landes bei. Ich bin wie Gramsci davon überzeugt“, so Minniti, „dass das Verschweigen der Wahrheit nicht nur ein Betrug ist, sondern eine Verschmutzung, die unser Leben vergiftet und beschneidet; und eine Gesellschaft, der die Wahrheit nicht vorenthalten wird, wird immer stärker und fähig, die Tragödien auch anderer Völker zu begreifen.“

Von: lt

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