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EURAC - Wenn die Sonne kühlt - Klimatisierung von Wohnhäusern
Mit dem jüngsten Boom rund um die „Green Economy“ richtet sich die Aufmerksamkeit immer mehr auch auf Technologien, die für eine geringe Umweltbelastung und „saubere“ Energie bürgen. Solarenergie kann nicht nur dazu genutzt werden ein Gebäude zu heizen sondern auch um es zu kühlen sowie um Warmwasser aufzubereiten.
Tatsächlich ist diese Technologie längst keine Neuheit mehr sondern schon seit Jahren auf dem Markt. Entsprechende Anlagen sind jedoch äußerst kompliziert und nur wenige Fachleute sind in der Lage sie zu planen und zu installieren. Das erklärt warum bislang so wenig Gebrauch davon gemacht worden ist.
Im Rahmen des europäischen Projekts SolarCombi+ hat das EURAC-Institut für Erneuerbare Energie nun einheitliche Richtlinien entworfen, die das Installieren und Anwenden von so genannten Absorptionsmaschinen zur solaren Kühlung erheblich erleichtern und vereinfachen. Damit soll zum vermehrten Gebrauch entsprechender Maschinen angespornt werden – gerade auch im Hinblick auf die nun viel einfacher gewordene Installation kleinerer Anlagen für kleinere Haushalte.
Das Projekt SolarCombi+ wird gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Forschungszentren und fünf Produktionsfirmen von Absorptionsmaschinen verwirklicht. Im Rahmen des Projekts haben die Forscher der EURAC verschiedenste Möglichkeiten zur Einrichtung von Heizungsanlagen, Klimaanlagen und Warmwasseraufbereitungsanlagen bis ins Letzte überprüft und daraufhin Richtlinien für das Zusammenfügen der einzelnen Bestandteile festgelegt. „Mit all den verschiedenen Aspekten vor Augen – dazu gehören geografische Lage, Energiebedarf, Typologie der Bestandteile – haben wir mehrere Installationskonfigurationen ausgearbeitet und diese in Neapel, Straßburg und Toulouse getestet. Denn die klimatischen Verhältnisse dieser drei Städte sind völlig unterschiedlich”, erklärt Roberto Fedrizzi, Ingenieur am EURAC-Institut für Erneuerbare Energien.
Produktionsfirmen können nun bereits getestete und nach einheitlichen Richtlinien hergestellte Paket-Konfigurationen auf dem Markt anbieten. Diese Richtlinien bieten darüber hinaus den öffentlichen Verwaltungen einen Anhaltspunkt, dank welchem die Effizienz der Anlagen überwacht und Energieverschwendung vermieden werden kann.
Die Europäische Kommission fördert das Projekt SolarCombi+ im Rahmen des Programms „Intelligent Energy Europe“. Die Ergebnisse des Projekts werden auf Konferenzen und Fachmessen vorgestellt und über zusätzliches Informations-Material bekannt gemacht (siehe auch unter www.solarcombiplus.eu).
Von: ch






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