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01.03.2010 10:33 Artikel drucken

Bürgerbefragung Montan: Ein Leitbild für Montan

Gemeinderat Werner Thaler

Beteiligung von mehr 20%
Foto: Gemeinderat Werner Thaler

Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit führte in den vergangenen Wochen in Montan eine BürgerInnenbefragung durch. Dafür wurde ein Fragebogen mit 20 Fragen an 516 Montaner Haushalte verschickt. Gemeinderat Werner Thaler zeigt sich über die hohe Beteiligung von mehr 20% erfreut und wertet dies als Beweis dafür, dass es notwendig ist, alle Bürger in Entscheidungsprozesse auf Ortsebene einzubinden. Währenddessen bei den Vorwahlen auf Ortsebene nur SVP-Mitglieder ihre Meinung kundtun durften, hatte die Süd-Tiroler Freiheit alle Montaner Haushalte in die Umfrage miteinbezogen.
 
Anhand der Umfrageergebnisse will die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit ihr Wahlprogramm für die kommende Gemeinderatswahl am 16. Mai erstellen, so Gemeinderat Werner Thaler.
 
Eine klare Forderung zog sich durch alle Umfragebögen: Die Montanerinnen wüschen sich, dass der Kreuzungsbereich an der Dorfeinfahrt von Montan endlich durch einen Kreisverkehr geregelt wird. 78% sprachen sich für eine solche Lösung aus.
 
Auch die Senkung der Gemeindegebühren waren eine der meist gestellten Forderungen der Bevölkerung, zumal in Montan im südtirolweiten Vergleich überdurchschnittlich hohe Gemeindegebühren verlangt werden.
 
Ein besonderes Anliegen ist den Montanern die Ausarbeitung eines langfristigen Dorfentwicklungskonzeptes. Da in Montan ein Bürgermeisterwechsel ansteht, ist es vorteilhaft, die Ziele anhand eines Leitbildes nachhaltig zu planen und die Politik an Grundsätzen und nicht nach Lobbyinteressen auszurichten.
 
Aus den Antworten ging auch hervor, dass 76% die Einführung des Gemeindepolizeidienstes ablehnen. Dieser wurde erst vor einigen Jahren eingeführt, doch lehnt die Bevölkerung den Dienst weitgehend ab.
 
Im Bereich Familie und Erziehung werden Maßnahmen auf Gemeindeebene gefordert, welche es den Eltern erleichtern soll, Beruf und Familie zu vereinbaren. Darunter wird auch die Errichtung einer Kindertagesstätte sowie Sommerkindergarten vorgeschlagen. Ein Dorn im Auge von vielen MontanerInnen ist die Zusatzsteuer der Gemeinde auf das Einkommen.
 
Touristische Entwicklung von Montan: Ein ganzes Bündel an Maßnahmen wurden bei der Beantwortung der Frage „Welche Vorschläge für eine weitere touristische Entwicklung von Montan würden Sie empfehlen?“ vorgeschlagen. Diese reichen von der Errichtung eines Naturbadeteiches bis zur besseren Nutzung der eigenen Potentiale, wie Bahntrasse der ehemaligen Fleimstalerbahn, Naturpark Trudner Horn, Biotop Castelfeder, Schloss Enn, Blauburgunder-Dorf Montan.
 
Die Mehrheit von 58% bewertet die Lebensqualität in Montan als gut, weitere 28% als zufriedenstellend. Auf die Frage zur Entwicklung des Dorfbildes waren 66% der Meinung, dass sich das Dorfbild insgesamt verschlechtert hat, nur 21% sind der Ansicht, dass es sich verbessert hat.
 
Die Arbeit der Montaner Gemeindeverwaltung seit den letzten Gemeinderatswahlen im Jahr 2005 wird von 45% der Bevölkerung als zufriedenstellend bewertet. 25% sind der Meinung, dass die Verwaltung gut verwaltet hat. Nur 21% bewerten die Arbeit als nicht zufriedenstellend. 9% wollten keine Wertung abgeben.
 
Die Tätigkeit der Opposition im Montaner Gemeinderat wurde wie folgt bewertet: 41% bewerteten die Arbeit als gut, 32% als zufriedenstellend. 7% sind der Meinung, dass die Opposition eine nicht zufriedenstellende Arbeit gemacht hat, während 12% die Arbeit sogar als sehr gut bewerten. 8% wollten keine Wertung abgeben.

Von: sf

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