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Urteilsbegründung im Fall Meredith Kercher veröffentlicht
Perugia - Aus der 427 Seiten umfassenden Urteilsbegründung im Fall Meredith Kercher geht hervor, dass der Mord an der 21-jährigen Studentin nicht geplant war. Weder Hass noch Groll sollen eine Rolle gespielt haben. "Zufällige Begebenheiten" sollen 2007 zum Tod der Amerikanerin geführt haben.
Elf Monate hatte der Indizienprozess gedauert, die drei Angeklagten hatten ihre Unschuld immer wieder beteuert. Der Prozess habe aber in jedem Fall „ein einheitliches und vollständiges Bild der Tat ergeben", es habe keine Lücken und Ungereimtheiten gegeben, heißt es in der Urteilsbegründung.
Die verurteilte US-Studentin Amanda Knox und ihr damaliger italienischer Freund Raffaele Sollecito waren zu 26 bzw. 25 Jahren Haft verurteilt worden. In einem Kurzprozess im Oktober 2008 wurde der aus Elfenbeinküste stammende Rudy Guede zu 30 Jahren Haft verurteilt. Er legte daraufhin Berufung ein.
Das Gericht hält es nicht für ausgeschlossen, dass Guede eine sexuelle Beziehung mit der britischen Austauschstudentin beginnen wollte, diese ihn aber zurückwies. Knox und Sollecito sollen Guede daraufhin in die Wohnung vorgelassen haben. Kercher war bei brutalen Sexspielen getötet worden.




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