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Nomaden: Die Gemeinde verdoppelt das Problem!
Am Treffen welches vom Stadtviertelkomitee in Sinich am 05.03 organisiert wurde, wurde u.a. auch die Strategie der Gemeinde bzgl. der Verlegung des Nomadencamps diskutiert. Hier kam zum Vorschein, dass nun die Gemeinde Meran das Ziel verfolgt statt des jetzigen „offiziellen provisorischen Nomadencamps“ gleich zwei neue zu erstellen. Eines ist längs des Etschufers in der Nähe des Maria Himmelfahrt Viertels mit 12 Stellplätzen vorgesehen während das zweite in Sinich mit mindestens 50 Stellplätzen erstellt werden soll. Die dafür vorgesehene Investitionssumme beläuft sich auf Sage und Schreibe 2 Mio. Euro. Nun stellt sich Sergio Armanini, Obmann der Lega Nord Meran die Frage, ob dies die Strategie der Gemeinde zur Integration der Sintibevölkerung in Meran ist.
"Nachdem bereits seit über 20 Jahren ein ganzes Viertel die Verzweiflung bzgl. der Positionierung des Camps bei der Gemeinde, beim Quästor, beim Präfekt und letztendlich auch bei uns gemeldet hat und sich nun endlich durch die Anzeige der Lega Nord Meran bei der Staatsanwaltschaft etwas tut, reagiert die Gemeinde Meran damit, dass sie die Problematik verdoppelt. Beide Stadtviertel wurden über die Entscheidung, ohne jemals eine Meinung eingefordert zu haben, in Kenntnis gesetzt. Wir sind uns im Klaren, dass ein endgültiger Platz für das Nomadencamp gefunden werden muß und dass wohl niemand daran Freude hat ein solches in seiner Nähe zu wissen aber man sollte sich doch grundsätzlich die Frage stellen, welche Massnahmen die Gemeinde und speziell die Sintiminderheit bzgl. einer Integration bis jetzt unternommen hat. So wie es aussieht wurde bis jetzt wohl leider gar nichts unternommen außer demokratische Grundregeln zu verletzen indem die Verantwortlichen der Stadt auf den Köpfen der eigenen Bevölkerung entscheiden. Dieser Grundsatz kann nur zu eines führen und zwar zu einer noch tieferen Kluft zwischen den Meraner Bürgern und den Sinti. Wir werden deshalb mit all unseren Kräften gegen diese Entscheidung ankämpfen um endlich wieder Grundprinzipien wie Demokratie und Zusammenleben einfordern zu können. Des weiteren stellt sich auch die Frage, warum eine Stadt wie Meran gleich 2 Nomadencamps benötigt. Wir hoffen nicht, dass es das strategische Ziel der Gemeinde ist, von nun an Meran in einen subventionierten Riesencampingplatz zu verändern", so Sergio Armanini, Obmann der Lega Nord Meran
Von: gh





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