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Rassistengruppe auf Facebook: Ermittlungen eingeleitet
Bozen – Die Bozner Staatsanwaltschaft macht jetzt Ernst und leitet gegen die fremdenfeindlichen Umtriebe im populären sozialen Netzwerk 'Facebook' Ermittlungen ein. Wie letzthin in allen größeren lokalen Medien berichtet wurde, hatten vermutlich in Südtirol ansässige Benutzer des 'social networks' eine Gruppe mit der Bezeichnung 'Einwanderungsstopp in Südtirol' gegründet. Dort war es im Laufe der Zeit zu schweren rechtsextremen Entgleisungen gekommen. Anspielungen auf 'Gaskammern' sind nur die Spitze des 'braunen Eisberges'.
Man mag auch über die Zahl der Personen verwundert sein, die sich dieser Gruppe angeschlossen haben: Ganze 2.000 'user' konnten gezählt werden. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem eindeutigen Verstoß gegen das Mancino-Gesetz, welches seit 1993 konsequente und angemessen scharfe Bestrafungen etwa bei rassistisch motivierten Äußerungen oder Handlungen vorsieht.
Es wurde noch gegen keine spezielle Person Anklage erhoben – noch. Man arbeite mit Hochdruck an der Identifizierung und Lokalisierung der Gründer der Facebook-Gruppe. Viele jener Personen, die in dieser 'virtuellen Gruppe' xenophobe und diskriminierende Aussagen hinterlassen haben, dürften sich wohl erst jetzt der Schwere und Tragweite ihrer Handlungen bewusst werden.
Inzwischen wurden mehrere Aussprüche von der Facebook-Seite gelöscht. Die Internet-Spezialeinheit der Carabinieri hatten diese aber bereits gesichert.
Der mutmaßliche Strafbestand besteht weiterhin.
Von: hmg






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