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Arbeitslose Besetzer der Insel Asinara von Facebook unterstützt
Sassari - Bereits 60.000 eingetragene Fans hat jetzt eine Gruppe des sozialen Netzwerks Facebook, die den Protest der entlassenen Mitarbeiter der Industriechemie Vinyls via Internet unterstützt.
Die Arbeiter haben sich nach ihrer Entlassung selbst in die Verbannung geschickt, seit dem 24. Februar dieses Jahres verweilen sie nun auf der Insel Asinara vor Sardinien. In der Vergangenheit diente den Italienern diese Insel als Gefängnislager, Verbrecher wurden vom Festland verbannt und auf die Insel gebracht. Mittlerweile sind die Gefängniszellen leer, aus der Insel wurde ein Nationalpark.
Jetzt aber dient sie auch den nunmehr arbeitslosen früheren Mitarbeitern der Vinyls als Heimat, populär geworden ist deren Aktion vor allem durch Facebook, dort stellen sie die Initiative unter dem Titel "L'Isola dei Cassaintegrati" (Die Insel der Entlassenen) vor und führen sie gleichzeitig ad absurdum. In Anlehnung an die Reality-Show "L'isola dei famosi" wird der Alltag der in ihrer Arbeitslosigkeit gefangenen Auswanderer zur nackten "Realität".
Auf Facebook sprechen die Initiatoren von einer wirklichen Realität, in der niemand berühmt sei, dafür aber alle ohne Arbeit. Es gäbe keine Jachten, keine Millionäre und keine Showgirls auf dieser Insel - einzig die knallharte Realität einer Politik, die keine Antworten geben würde, und jene einer Gesellschaft, die unter staatlicher Kontrolle stünde.
Neben dem früheren Inselgefängnis halten seit dem 7. Jänner vergangenen Jahres die Arbeiter der Industriechemie von Porto Torres (Sardinien) einen Turm der Stadt Aragona in Sizilien besetzt. Letztere erhielten nun gestern eine Solidaritätsbekundung durch die Arbeiter einer weiteren Firma, die ebenso vor der Entlassung stehen.
Von: iri






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