Italien
30.03.2010 14:11 Artikel drucken

Trient: Arzt wegen Sterbehilfe angeklagt - Gutachten beweist Gegenteil

ansa

Vorsätzliche Tötung?
Foto: ansa

Trient - Die Staatsanwaltschaft von Trient beantragte jetzt die Teilarchivierung der Akten im Falle der Ermittlungen gegen einen Arzt des Krankenhauses Santa Chiara in Trient.

Besagter Arzt war beschuldigt worden, einem 20-Jährigen eine Dosis Kaliumchlorid verabreicht zu haben. Diese Substanz, die Lebensmitteln als Geschmacksverstärker beigemischt wird und in geringen Mengen auch in Düngern oder Zahncremes enthalten ist, kann in hoher Dosierung zum Herzstillstand führen. Das Kaliumchlorid soll dem schwerkranken jungen Mann, dem keine Überlebenschancen prognostiziert wurden, das Sterben erleichtert haben. Gegen den Arzt der pediatrischen Abteilung wurden wegen vorsätzlicher Tötung Ermittlungen eingeleitet.

Ein aktuelles Gutachten wies jetzt allerdings nach, dass im Körper des Verstorbenen keine Spur des todbringenden Kaliumchlorids gefunden werden konnte. Der Fall soll daher noch einmal aufgerollt werden.

Von: iri

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