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Südtiroler Volkspartei - 2.440 SVP-Kandidat/innen - alle Eckdaten

Südtiroler Volkspartei geht optimistisch in die Wahl
Foto: (v.l.n.r.) Parteiobmannstellvertreter Thomas Widmann, SVP-Obmann Richard Theiner, Landessekretär Philipp Achammer und Oswald Schiefer, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gemeinderatswahlen in der SVP
„Die Südtiroler Volkspartei hat sich zum Ziel gesetzt, in den 111 Gemeinden, in denen am 16. Mai gewählt wird, ihre 101 Bürgermeistersitze zu halten.“ Dies erklärte SVP-Obmann Richard Theiner am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz zum Abschluss des Gemeinderatswahlkampfes. Mit Theiner präsentierten Obmannstellvertreter Thomas Widmann, der Gemeindenvertreter in der SVP, Oswald Schiefer, sowie SVP-Landessekretär Philipp Achammer Ausrichtung und Zielsetzung der SVP für die Gemeinderatswahlen 2010.
„Wir verteidigen unsere Sitze nicht nur an den Spitzen der Gemeinden, sondern kämpfen auch um satte Mehrheiten, damit wir unsere Programme vor Ort umsetzen können“, erklärte SVP-Obmann Richard Theiner. Durch die Vorwahlen in 91 von 101 Gemeinden sei es zweifelsohne gelungen, die Kandidaturen auf eine breite Basis zu stellen und den Demokratisierungsschub in der Partei voranzubringen. „Wir werden eine enorme Erneuerung erfahren“, sagte Theiner, „einerseits durch die Mandatsbeschränkung und andererseits durch die Art der Erstellung der Kandidatenlisten, mit allen Risiken, die damit verbunden waren und sind.“ Obmann Theiner, der in diesem Zusammenhang allen scheidenden Gemeindeverwaltern ausdrücklich für ihren Einsatz dankte, betonte bei der Pressekonferenz am SVP-Sitz in Bozen, dass es 111 verschiedene Gemeinderatswahlkämpfe gab, zumal jede Gemeinde anders „tickt“.
Bezugnehmend auf die Landeshauptstadt unterstrich Theiner, dass es den Bozner Ortsgruppen freigestanden sei, wie sie in die Wahl gehen wollten. „Wir unterstützen prinzipiell nur jene Kandidaten, die zur Autonomie, zum Ausgleich der Sprachgruppen und für das friedliche Zusammenleben stehen“, so der SVP-Obmann. „Anstatt uns eine Materialschlacht zu liefern, haben wir im ganzen Land auf unsere Überzeugungskraft und den direkten Kontakt zu den Menschen gesetzt.“
Obmann Theiners Appell an alle Wählerinnen und Wähler ist, sich an den Wahlen am Sonntag zu beteiligen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. „Keine Entscheidung betrifft die Bürgerinnen und Bürger so unmittelbar, wie jene für den Gemeinderat“. Es dürfe niemandem gleich sein, von wem er oder sie im Rathaus vertreten wird.
Parteiobmannstellvertreter Thomas Widmann erinnerte an die Leistungen der Südtiroler Volkspartei, die seit 65 Jahren die Geschicke Südtirols leitet. „Wenn wir heute eine der Regionen Europas sind, die in vielen Bereichen gut bis ausgezeichnet dasteht, dann kommt das nicht von ungefähr“, so Widmann. Dazu hätten die entscheidungsstarken und bürgernahen Verwaltungen auf Gemeindeebene einen unverzichtbaren Beitrag geleistet. Nun gelte es für Gemeinden und Land, das Erfolgsmodell Südtirol gemeinsam in die Zukunft zu führen, denn in Krisenzeiten, die von Unsicherheit geprägt sind, könne man es sich nicht leisten, unstabile Verhältnisse zuzulassen. Widmann unterstrich, dass die Südtiroler Volkspartei jene Partei SEI, die mit starken Inhalten und klaren Zukunftskonzepten punkten kann. Von der Opposition würden keine konstruktiven Gegenvorschläge kommen. „Mit Nicht-Programmen kann man ABER keine Zukunft gestalten“, so Widmann.
Von einer positiven Stimmung innerhalb der SVP sprach Oswald Schiefer, scheidender Bürgermeister von Kurtatsch und Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gemeinderatswahlen in der SVP. Die Vorwahlen und programmatischen Diskussionen seien meistenorts gut angekommen und hätten wesentlich dazu beigetragen, die Menschen in wichtige Entscheidungen mit einzubinden. „Es ist uns gelungen, die Bevölkerung zu begeistern“, so Schiefer, „was dem Zusammenhalt innerhalb der SVP nur förderlich sein kann“. Schiefer zollte der SVP-Leitung Lob und Anerkennung für ihren Einsatz in punkto Gemeinderatswahlen.
SVP-Landessekretär Philipp Achammer präsentierte im Rahmen der Pressekonferenz einige Eckdaten zu den Gemeinderatswahlen 2010:
In 110 von 111 Gemeinden, in denen am Sonntag, 16. Mai gewählt wird, tritt die Südtiroler Volkspartei mit eigenen KandidatInnen an (außer in Wengen). In 100 Gemeinden findet sich das große Edelweiß (zum Teil gemeinsam mit kleinem Edelweiß) auf der Liste, während in zehn Gemeinden nur mit kleinem Edelweiß zur Wahl angetreten wird. In 20 von 111 Gemeinden kandidiert ausschließlich die Südtiroler Volkspartei; davon ist die SVP in zwölf der 24 Gemeinden im Burggrafenamt konkurrenzlos. Vor fünf Jahren waren es noch 34 Gemeinden, in denen ausschließlich die SVP kandidierte.
Insgesamt bewerben sich 2.440 SVP-Kandidat/innen um ein Mandat im Gemeinderat oder um das Bürgermeisteramt. Das sind 80 KandidatInnen weniger als bei den Gemeinderatswahlen 2005 als insgesamt in 115 Gemeinden gewählt wurde.
In 46 Gemeinden verteidigen amtierende SVP-Bürgermeister/innen – mit oder ohne Gegenkandidaten – ihren Sitz. In 50 Gemeinden sind SVP-Bürgermeister/innen von der Mandatsdauerbegrenzung betroffen und können sich nicht erneut um das Amt des/der Bürgermeister/in bewerben. In fünf Gemeinden (Enneberg, Martell, Olang, Terenten und Welschnofen) stellen sich die bisherigen Bürgermeister/innen aus anderen Gründen nicht mehr der Wahl.
79,80 Prozent der SVP-Kandidatinnen und -Kandidaten sind zwischen 30 und 60 Jahre alt.
326 Kandidatinnen und Kandidaten, die jünger als 30 Jahre sind, stellt die Junge Generation. 33 aller SVP-Bürgermeisterkandidaten sind unter 35 Jahre alt.
Doch auch viele Senioren trauen es sich zu, sich politisch in die eigene Gemeinde einzubringen und das eine oder andere im Interesse der Gemeinschaft zu bewegen. So sind landesweit 206 der insgesamt 2440 Kandidat/innen Seniorenkandidat/innen. Trotz Mandatsbeschränkung, von der besonders viele Bürgermeister und Gemeindereferenten dieser Alterskategorie betroffen sind, konnte somit die Zahl der Seniorenkandidaten gehalten werden. Immerhin bewerben sich noch 30 KandidatInnen über 60 Jahre für das Amt des ersten Bürgers.
Sieht man sich das Geschlechterverhältnis an, so sind gut ein Viertel aller Kandidaten Frauen (633). (Im Vergleich zu 2005 sind es zwar 1,2 % Frauen weniger, doch ist dies eine zu vernachlässigende Größe, bedingt wahrscheinlich dadurch, dass 2005 erstmals die Frauenquote eingeführt wurde und diese einen gewissen Anreiz geboten hat).
Dafür trauen sich immer mehr Frauen in der SVP auch das Bürgermeisteramt zu: 17 Frauen wollen erstmals Bürgermeisterinnen werden; in einer Gemeinde (Mölten) sind es sogar zwei Frauen, die sich zugleich um das Bürgermeisteramt bewerben. In zwei Unterlandler Gemeinden stellen die Frauen sogar die Mehrheit auf den SVP-Kandidatenlisten: In Pfatten kandidieren sechs Frauen und drei Männer, in Branzoll acht Frauen und sieben Männer.
In den ladinischen Tälern ist in diesem Jahr ebenfalls ein leichter Anstieg bei den Kandidat/innen zu verzeichnen: Waren es 2005 noch 143, so sind es heuer 153. Die SVP hofft, u.a. in Wolkenstein wieder die Oberhand zu gewinnen und einen SVP-Bürgermeister zu stellen.
Was indes die verschiedenen Richtungen innerhalb der SVP (Wirtschaft und ArbeitnehmerInnen) anbelangt, so ist es schwierig, hier Zahlen zu nennen. Dazu Landessekretär Achammer: „Wer sich als Gemeinderats- oder Bürgermeisterkandidat aufstellen ließ, musste sich nicht einer Richtung zugehörig erklären. Als Sammelpartei wird sich die Südtiroler Volkspartei aber auch in Zukunft bemühen, den Anliegen der verschiedenen Interessensgruppen gerecht zu werden. Die Vielfalt der Menschen und Charaktere, die auf den SVP-Listen aufscheinen, ist Garant dafür, dass auch innerhalb der SVP kritisch gearbeitet wird. Es braucht also nicht unbedingt die Opposition, welche auf die SVP aufpasst, wir können das ganz gut auch alleine!“
Von: gh



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