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03.06.2010 12:16 Artikel drucken

Laugenrindfleisch für Privathaushalt und Gastronomie

Lpa

Europaweit starker Trend zum Konsum regionaler Produktion
Foto: Lpa

Bozen - Schnelles Kochen mit hochwertigen, regionalen Zutaten – diesem Trend der „Gourmet-Convenience-Produkte“ folgten ein innovativer Metzger und 50 innovative Landwirte aus dem Ultental, Deutschnonsberg und Vinschgau. Sie entwickelten Ragù, Bratensaft, Frankfurter Würstchen und Gulasch, die sowohl im Privathaushalt wie auch in der gehobenen Gastronomie verwendet werden können. Das Projekt Laugenrind wurde am Donnerstag dem 3. Juni im Rahmen einer Pressekonferenz im TIS Innovation Park in Bozen der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Fleisch für diese Produkte stammt vom so genannten Laugenrind, von Milchkälbern und Rindern also, die am Fuße des Großen Laugen im Ultental, am Deutschnonsberg oder im Vinschgau aufgezogen werden.

Echte Laugenrinder müssen im Deutschnonsberg oder Ultental geboren sein. Die Kälbchen werden nur mit Mutter-Kuhmilch aufgezogen. Alle Rinder weiden im Sommer auf der Alm und werden besonders artgerecht gehalten. Auch beim Transport der Tiere wird darauf geachtet, dass die Wege möglichst kurz sind.

50 Landwirte haben sich im Rahmen des europäischen Leader-Projektes zusammengeschlossen um Qualitätsfleisch zu produzieren. Die im Jahr 1995 gegründete Deutschnonsberger & Ultentaler Landwirtschaftliche Erzeugergenossenschaft (DELEG) ist Trägerin dieses innovativen Projekts. Der Genossenschaft gehören mehrere landwirtschaftliche Betriebe an, die nach Bio-Land-Kriterien produzieren.

„Regionale Produkte und besonders Quälitätsprodukte sind eine viel versprechende Antwort auf die Frage, wie unsere Landwirtschaft dem globalen Konkurrenzdruck langfristig widerstehen soll“, so der Landesrat für Landwirtschaft und Tourismus Hans Berger bei der Pressekonferenz im TIS.

Berger verweist weiters darauf, dass europaweit ein starker Trend in Richtung Konsum regionaler Produkte festzustellen sei.

Seit dem Jahr 2004 wird das Qualitätsfleisch vom Laugenrind von den bäuerlichen Betrieben der Region produziert und über verschiedene Geschäfte im Ultental sowie im Meraner Raum vermarktet.

Die Zahl der am Projekt beteiligten Betriebe steigt kontinuierlich. Mittlerweile werden pro Jahr Fleisch und Wurstwaren aus rund 100 Tieren nach strengen Richtlinien produziert und vermarktet. 

Ziel ist es aus dem hochwertigen Fleisch auch haltbare Gourmet-Produkte zu erzeugen. Metzger Karl Telfser hat nach „Mutters Rezept“ das „Hausgemachte“ ins Glas gefüllt: Ragù, Gulasch und Bratensaft.

Zusätzlich gibt es nun auch Kaminwurzen mit Laugenrind, die ohne Einsatz von Pökelsalz hergestellt werden, sowie Frankfurter und Meraner Würstchen mit einem Rindfleischanteil von 75 Prozent.

Von: jmp

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