© SüdtirolNews.it 2009-2011 - P.I.: IT02663860217 | Impressum | Privacy | Werben | Jobs | Free Widget | Mobil | iPhone
Eppan: Freiheitliche sind vom Bürgermeister enttäuscht
"Die Zusammensetzung des Eppaner Gemeindeausschusses entwickelte sich zu einer Schwergeburt, um nicht zu sagen zu einem mittleren Trauerspiel und hat erkennen lassen, mit welch harten Bandagen um jeden Sitz, um jeden Posten gekämpft wurde. Auf beiden Seiten – auf Seiten der SVP wie auch auf Seiten der Bürgerliste; und das alles zum Wohle der Eppaner Bürger wohlgemerkt!
Während die Bürger von Eppan einen politischen Wechsel an der Spitze herbeigeführt haben, hält die SVP mit ihrer gewohnten Arroganz weiter an ihrer Machtpolitik fest.
Es war sehr schnell klar, dass die SVP auch mit ihren verbliebenen 15 Mandaten nur sehr schwer von ihrer Machtarroganz ablässt. Solange gewisse Strippenzieher der Sammelpartei immer noch das Sagen haben, wird es kaum Veränderungen geben.
Dass die Koalitionsverhandlungen kein Honigschlecken werden, war klar und dass der Bürgermeister sichtlich überfordert war, wundert nicht, hat er noch nicht die politische Erfahrung wie der Koalitionspartner.
Aber auch ein Bürgermeister Trettl wird lernen, dass nicht immer die „besten Köpfe“, wie er es dauernd zum Ausdruck brachte, gut für eine solide Verwaltung sind, sondern die Ausgewogenheit, die Bürgernähe und vor allem der Fleiß.
Dass es der Bürgermeister in dieser Legislatur nicht leicht haben wird, hat er mittlerweile schon zu spüren bekommen. Man grenzt ihn aus, lässt ihn auflaufen und im Regen stehen und dass die SVP bereits seit dem Tag, an dem er zum Ersten Bürger gewählt wurde, an seinem Stuhl sägt, muss er wohl oder übel zur Kenntnis nehmen.
Trettl selbst hat in einem Radiointerview ja zugegeben, dass er vor der SVP bereits die Hosen heruntergelassen hat und da können wir nur sagen: diese Hose bekommt er in den nächsten fünf Jahren sicher nicht mehr hinauf. Stattdessen hätte er ein drittes verlässliches deutsches Standbein mit in den Ausschuss holen sollen, damit seine Position gefestigt und abgesichert wird. Z.B. jemand von uns Freiheitlichen, aber da waren wir auf einmal nicht mehr gut genug!
Bei der Unterstützung seiner Kandidatur zum Bürgermeister hat er nicht gefragt „die besten Köpfe müssen das sein“. Da hat er die Unterstützung von den Freiheitlichen, der Union für Südtirol und der Südtiroler Freiheit gerne angenommen und wir behaupten, dass das die Initialzündung und ein Signal an die Bevölkerung für seinen späteren großartigen Wahlerfolg war. Dass er uns dann nicht einmal zu einem offiziellen Gespräch eingeladen hat, war für uns Freiheitliche schon sehr enttäuschend und niederschmetternd. Aber so ist es halt: wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann der Mohr ja gehen.
Und so werden wir weiterhin auf den harten Bänken der Opposition Platz nehmen und unsere Rolle, die Macht zu kontrollieren, annehmen. Wir werden unseren Wählerauftrag sehr ernst nehmen und konstruktiv für die Bürger unserer Gemeinde arbeiten. Die Zustimmung für diesen Ausschuss konnten wir allerdings so nicht geben.
Alles könnte so einfach sein, aber der Bürgermeister hat es uns nicht leicht gemacht. Er redet nicht mit uns, informiert uns nicht und die Namen der Ausschussmitglieder erfährt man ebenso aus der Zeitung wie die Kompetenzverteilung an die einzelnen Referenten.
Da können wir nur sagen: der Bürgermeister hat als ehemaliger Musikant mit dem falschen Fuß die Marschrichtung in die neue Legislatur begonnen und somit war das ein schlechter Start für die Eppaner Zukunft.
Ob der Bürgermeister doch noch in den richtigen Tritt kommt, hängt nun hauptsächlich von seiner Führungsqualität ab.
Wir Freiheitliche wünschen uns mit den Bürgern einen neuen politischen Frühling in dieser Gemeinde, mit klaren Aussagen, mit klarer Linie und mit Mut für die politische Erneuerung, die Eppan so bitter nötig hat", so die Freiheitlichen Eppan in einer Aussendung.
Von: gh



Kommentar hinzufügen