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05.10.2010 08:22 Artikel drucken

SVP-ArbeitnehmerInnen/Klinische Reform: Miteinander reden

SVP

"Jede Veränderung wird zunächst einmal kritisch bewertet"
Foto: SVP

Bozen – Die angekündigte Reform im Gesundheitswesen erhitzt zurzeit die Gemüter. Obwohl der zuständige Landesrat Richard Theiner unmissverständlich klar gestellt hat, dass kein Krankenhaus in Südtirol geschlossen wird, machen sich viele Menschen Sorgen, wie es mit den peripheren Spitälern in Innichen, Sterzing und Schlanders weiter gehen soll. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP teilen diese Sorgen. „Wenn es um die Gesundheit geht, ist jeder von uns sehr sensibel“, so Vorsitzender Christoph Gufler. Außerdem seien die Krankenhäuser wichtige Bezugspunkte und gute Arbeitgeber im Territorium. Umso wichtiger sei es daher sachlich und konstruktiv miteinander zu reden.

Die ArbeitnehmerInnen in der SVP haben sich bereits mehrfach mit der angekündigten Klinischen Reform beschäftigt. Erst vor wenigen Wochen hat Landesrat Richard Theiner im Landessozialausschuss ausführlich darüber berichtet. Ziel der Reform sei es nicht Krankenhäuser zu schließen, sondern die medizinischen Dienstleistungen weiter zu verbessern. Die BürgerInnen sollen noch besser betreut werden als bisher. Deshalb wünschen sich die ArbeitnehmerInnen in der SVP dieses wichtige Thema mit der erforderlichen Sachlichkeit anzugehen. Erst wenn alle Vorschläge, die derzeit von den Fachleuten erarbeitet werden, auf dem Tisch liegen, kann man sich eine fundierte Meinung dazu bilden. Nun gilt es konstruktiv miteinander zu diskutieren und die besten Lösungen für das Südtiroler Gesundheitswesen, aber auch für das jeweilige Territorium und seine Menschen herauszuarbeiten.

„Jede Veränderung wird zunächst einmal kritisch bewertet, aber nicht jede ist von vornherein abzulehnen“, stellt Gufler fest. Positiv sei es, dass der Bevölkerung „ihre“ Krankenhäuser so am Herzen liegen. Dies zeige, dass ÄrztInnen, Pflegepersonal und Verwaltung gute Arbeit leisten. „Das wichtigste ist, dass die Reform, wie immer sie aussehen wird, den Menschen dient“, so die ArbeitnehmerInnen in der SVP, die davon überzeugt sind, dass die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung auf breitester Ebene erfolgen wird. „Dafür ist uns die Person des Landesrates der beste Garant". Richard Theiner habe im Landessozialausschuss keinen Zweifel daran gelassen, dass die Klinische Reform nicht im stillen Kämmerchen, sondern gemeinsam mit den Menschen erarbeitet wird. Ebenso klar ist es für die ArbeitnehmerInnen in der SVP, dass zuvor die Fachleute sich mit der Materie auseinandersetzen müssen.

Ohne genaue Erhebungen und unabhängige Vorschläge kann keine sinnvolle Diskussion stattfinden. „Wir sollten das wichtige Thema mit einer gewissen Gelassenheit angehen und auch ein wenig Vertrauen in die Fachleute und die politischen Verantwortungsträger haben. Die Entscheidungen müssen dann gemeinsam getroffen werden“, so Gufler abschließend.

Von: SVP

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