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10.10.2010 18:45 Artikel drucken

Klinische Reform - Stirner: Jetzt Kinder- und Jugendpsychiatrie ebnen

ansa

Klinische Reform
Foto: ansa

Bozen - Seit Jahren ist in Südtirol die Errichtung einer Kinder – und Jugendpsychiatrie geplant. Ihre Verwirklichung scheint sich jedoch in die Länge zu ziehen.

„Dass Kinder und Jugendliche immer noch in der Erwachsenenpsychiatrie stationär behandelt werden oder ins Ausland müssen, um eine angemessene Behandlung zu bekommen, ist ein untragbarer Zustand,“ betont Veronika Stirner.

„Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen haben ein Recht auf eine optimale Betreuung in einer kindergerechten Umgebung in unserem Lande “.

Die Landtagsabgeordnete erinnert daran, wie wichtig Prävention auch in diesem Bereich sei.

Kinder, welche schon sehr früh Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legten, aber auch Kinder mit Lernschwierigkeiten

(ADHS, Teilleistungsstörungen usw.) müssten frühzeitig adäquat betreut werden, um das Risiko einer Sekundärproblematik (psychische Erkrankungen, Depressionen, Selbstmordgefahr) so gering als möglich zu halten.

„In der Prävention zu sparen macht sich teuer bezahlt. Die Folgekosten, die durch die Sekundärproblematik entstehen sind bei weitem höher“, warnt Stirner.

Die Abgeordnete fordert alle Verantwortlichen auf, im Zuge der klinischen Reform alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen um in zentraler Lage des Landes eine Kinder- und Jugendpsychiatrie einzurichten.

Von: gh

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