Kultur
02.12.2010 16:28 Artikel drucken

Brixen im Dialog „Forschung und Innovation“

FUB

Universität und Gemeinde Brixen haben Plattform initiiert
Foto: FUB

Brixen – Gestern fand in Brixen der Abend „Innovation und Forschung“ aus der Veranstaltungsreihe „Brixen im Dialog“ statt, den die Fakultät für Bildungswissenschaften mit Sitz in Brixen und die Stadtgemeinde initiiert haben, um eine Wissens- und Diskussionsplattform in Brixen zu schaffen. Beim gestrigen Abend diskutierten Prof. Massimo Tagliavini und Prof. Susanne Elsen (beide Freie Universität Bozen), der Unternehmer Federico Giudiceandrea und Ressordirektor Andrea Zeppa zu Forschung und Innovation.

Ressortdirektor Dr. Andrea Zeppa umriss in Vertretung von Landesrat Roberto Bizzo in seinem Referat die Säulen der Südtiroler Innovationspolitik, also die Förderung von Projekten, welche die Betriebe selbst durchführen im Bereich Forschung, weiters die öffentlichen Fovrschungseinrichtungen (Universität und Eurac), die Dienstleistungen in Verbänden oder Strukturen (z.B. TIS und Unternehmerverband) und als vierte Säule den geplanten Technologiepark. „Investition in Innovation bedeutet Investition in eine Tätigkeit, die ein hohes Risiko in sich birgt, kann sie doch zum Scheitern verurteilt sein.“

Prof. Massimo Tagliavini, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, stellte seine erst 2007 gegründete Fakultät vor, die sich bereits stark entwickelt hat. „Zu den Faktoren einer erfolgreichen Forschung zähle ich hervorragend ausgebildetes Personal, entsprechende Finanzierungen und die Fähigkeit der Forscher, sich mit den richtigen Fragen zu befassen.“ Er hob hervor, dass es der Fakultät auf lokaler Ebene bereits sehr gut gelungen sei, Synergien mit der Unternehmerwelt zu schaffen.

Ing. Federico Giudiceandrea sprach zum Thema „Hightech in Südtirol - welche Zukunft?“, und stelle dabei die spezifische Situation in  Brixen vor, „in der aus der Firma Durst ein regelrechtes High-Tech-Cluster gewachsen ist“. Die Firmen sind dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt und müssen mit Firmen in Ländern konkurrieren mit einer weit weniger dramatischen Steuerbelastung. Noch rettet die Firmen ihre Produktivität, aber aufgrund des Mangels an Fachkräften wird es immer schwieriger: „Hier kommt der Universität eine zentrale Bedeutung zu, vor allem in der technischen Ausbildung“.

Prof. Susanne Elsen von der Fakultät für Bildungswissenschaften stellte unter dem Titel „Forschung für gesellschaftliche Innovationen und nachhaltige soziale Entwicklung“ ihre Forschungsthemen im Bereich der Soziologie vor. „Wir befinden uns in der Postwachstumsgesellschaft, in welcher eine Entwicklung nach dem Überschreiten der Grenzen des Wachstums mit quantitativem Wachstum unvereinbar ist“.

Den Vorträgen folgte eine rege Diskussion, in der die Themen technische Berufe als Zukunftsgaranten, das Innovationsgesetz in Südtirol und die langen Wartezeiten der Innovationsförderung vom Publikum angesprochen wurden.

Von: kra

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

_________________

.

zurück Video Archiv weiter