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Pöder: Zuwanderer müssen auf jeden Fall Deutsch lernen
Bozen – Die Union hingegen fordert die Landesregierung auf, den Zuwanderern nicht nur freiwillige Sprachtests in Deutsch anzubieten, sondern auf jeden Fall einen verpflichtenden deutschen Sprachtest zu verlangen.
„Wenn deutsche Sprachtests nur auf freiwilliger Basis vorgesehen werden, dann wird damit der vom Pariser Vertrag und vom Autonomiestatut vorgesehene Schutz der deutschen Volksgruppe untergraben“, so der Unions-Abgeordnete Andreas Pöder.
Nach Meinung der Union kann die von den Autonomiebestimmungen und dem Pariser Vertrag vorgesehene Gleichstellung der deutschen Sprache mit der italienischen nur bedeuten, dass bei gesetzlich vorgesehenen verpflichtenden Sprachtests in Südtirol auf jeden Fall die deutsche Sprache vorgesehen sein muss.
„Diese Sprachtests sind von Italien seit Juni 2010 zwingend vorgesehen, wenn Zuwanderer eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung wollen. Eine Wahlmöglichkeit für Zuwanderer, also Sprachtest entweder in deutscher oder italienischer Sprache kann es deshalb gar nicht geben. Entscheiden sich Zuwanderer nur für den italienischen Sprachtest, würden die Gleichstellungsbestimmungen und der Volksgruppenschutz verletzt und die deutsche Sprache eindeutig benachteiligt“, argumentiert der Unions-Abgeordnete.
„Im öffentlichen Dienst hat ein Südtiroler Bürger ja auch nicht die Wahlmöglichkeit, ob er den Sprachentest zur Erlangung des Zweisprachigkeitsnachweises nur in italienischer oder nur in deutscher Sprache ablegt. Deutsch ist aufgrund der Autonomiebestimmungen dort auf jeden Fall verpflichtend vorgesehen. So muss es auch bei den Sprachentests für Zuwanderer sein“, so Pöder.
Von: kra




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