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HGV-Präsident Meister: Tourismus spürt die Krise
Bozen - HGV-Präsident Walter Meister ist kaum zuversichtlich, wenn es um die Lage des Tourismus in Südtirol geht - und das macht sich nach Meister schon beim Start ins neue Jahr bemerkbar: "Neujahr? Es geht, sicherlich unter unseren Erwartungen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren hatten wir weniger Gäste und die, die gekommen sind, sind nur zwei bis drei Tage geblieben", so Meister auf die Frage nach den Feriengästen zum Jahreswechsel gegenüber der TZ Alto Adige.
Es sei keine Frage der Preise, so Meister, vielmehr handle es sich um ein Phänomen, das sich seit Jahren schon bemerkbar mache. "Das ist ein schlechtes Zeichen", zeigt sich Meister besorgt. Der HGV-Präsident will keine voreiligen Schlüsse ziehen und zuerst die offiziellen Zahlen abwarten, allerdings zeichne sich die Wirtschaftskrise nun auch im Tourismussektor langsam ab - "ich habe es immer gesagt, die Krise spürt der Tourismus ein Jahr nach allen anderen Bereichen."
Auch die Zuschüsse, die das Land künftig Tourismusbetrieben in gering entwickelten Gebieten mit einem Umsatz unter 500.000 Euro gewährt, dürfte an der schlechten Lage des Südtiroler Tourismus kaum etwas ändern. Meister bewertet diese Entscheidung eher als Tropfen auf dem heißen Stein, in deren Genuss wohl die wenigsten kommen werden. Meister wisse, dass Landesrat Berger keine Wunder bewirken könne, nach den vorgelegten Kriterien könne man allerdings nicht gehen.
Der HGV-Präsident räumt ein, dass der Sektor Tourismus vom Landeshaushalt am meisten benachteiligt würde, der zugewiesene Teil des Budgets würde sich auf das Unternehmen Südtirol Marketing, den Verband der Skilehrer, die Tourismusbezirke sowie die Initiative Pro Loco aufteilen - den Tourismusbetrieben blieben von den ursprünglichen 36,5 Millionen damit nur etwa 11 Millionen.
Von: iri


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