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Lehrpersonen zu Gast beim Meraner Siliziumhersteller MEMC
Meran - Über die Unternehmensgeschichte und –struktur, die Produktionsabläufe und die Anforderungen, welche an die Mitarbeiter/innen gestellt werden, konnten sich kürzlich die Lehrpersonen der italienischen Berufs- und Oberschulen bei einer Betriebsbesichtigung in der MEMC in Meran informieren.
Das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen organisiert regelmäßig Betriebserkundungen für Lehrpersonen, welche Einblicke in erfolgreiche Unternehmen vor Ort und deren vielfältigen Berufsmöglichkeiten erhalten. „Es zeigt sich einmal mehr, dass es vor allem für Mitarbeiter/innen mit einer guten technischen Ausbildung auch in Südtirol interessante Arbeitsmöglichkeiten in einem internationalen Konzern gibt. Die Anstrengungen zur Schulung technischer Kompetenzen müssen weiter vorangetrieben werden“ betont Handelskammer-präsident Michl Ebner.
Die MEMC ist Hersteller von Silizium und ist bereits seit den 20er Jahren in Meran angesiedelt. Silizium wird vor allem für die Produktion von Solar- und Elektronikkomponenten (in Computern, Mobiltelefonen, Autos, Uhren usw.) gebraucht. Letzthin hat besonders die starke Entwicklung auf dem Photovoltaikmarkt der MEMC gute Wachstumsmöglichkeiten beschert. Trotz dieses umkämpften Marktes und der starken Konkurrenz aus dem chinesischen Raum hält der multinationale Konzern mit zwei Werken in Italien und neun weiteren weltweit auch in Zukunft am Standort Meran fest – was die Erweiterung der Produktionsanlagen in Sinich der letzten Jahre beweist.
Bei dem Besuch der Lehrer der italienischen Berufs- und Oberschulen im Produktionsbetrieb in Sinich wurde augenscheinlich, dass es sich um eines der größten Unternehmen in Südtirol handelt. Derzeit beschäftigt die MEMC in Meran rund 500 Mitarbeiter/innen, wobei erst 2010 zirka 100 neue Arbeitskräfte für die erweiterten Produktionsanlagen eingestellt worden sind. „Leider finden wir noch nicht genügend Mitarbeiter/innen in der Umgebung, weshalb wir frühzeitige Kontakte mit den Schulen und Universitäten anstreben. Wir suchen vor allem nach Mitarbeiter/innen mit einer technischen Ausbildung, und das gibt es leider noch zu wenige“, bedauert Human Resources Manager Caterina Tancini.
Die Betriebserkundung für Lehrpersonen wurde somit als Möglichkeit gesehen, den Informationsaustausch direkter zu gestalten, um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft voranzutreiben. Im Rahmen der Besichtigung der Produktion haben die Lehrer erfahren, dass neue Mitarbeiter/innen vor allem durch interne Ausbildung und „training on the job“ auf die speziellen Produktionsprozesse und Sicherheitsbestimmungen vorbereitet werden. Es bleibt somit zu hoffen, dass die geknüpften Kontakte die Möglichkeiten für weitere schulische Initiativen gemeinsam mit der lokalen Wirtschaft bieten.
Die Betriebserkundung für Lehrpersonen gehört zu den Initiativen „Schule – Wirtschaft“, welche von der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützt werden.
Weitere Informationen erteilt das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen, Ansprechpartnerin Monika Kompatscher, Tel. 0471 945 723,
E-Mail: monika.kompatscher@handelskammer.bz.it.



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