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08.02.2011 09:03 Artikel drucken

Frena: „Durnwalders Absage zu 150 Jahre Italien deplaziert“

pd - Antonio Frena

„Anteilnahme Königsweg zur Überwindung der Vergangenheit“
Foto: pd - Antonio Frena

Bozen – „Die Worte von Landeshauptmann Luis Durnwalder zur Absage der Provinz Bozen an das 150-Jahrjubiläum der Einheit Italiens sind absolut fehl am Platz.“ Dies sagte Antonio Frena, der Landesvorsitzende der Demokratischen Partei.

„Sie sind nicht angemessen, weil der Landeshauptmann nicht das Recht hat, das Bewusstsein vieler Bürger mit den Füßen zu treten, bei der Rolle, die er innehat. Sie sind nicht angemessen, weil sie rückwärtsgewandt sind. Südtirol ist ein Land, in dem verschiedene Empfindungen zusammenleben und man kann sich nicht bewegen wie ein Elefant im Porzellanladen“, protestiert Frena.

Die Demokratische Partei Südtirol sei der Ansicht, dass die gegenseitige Anteilnahme der Königsweg zur Überwindung der durch Faschismus und Nationalsozialismus belasteten Vergangenheit sei. Aus diesem Blickwinkel müsse auch die Feier zur Einheit Italiens hohe Werte darstellen, an denen sich alle Bürger Südtirols, Italiener wie Deutsche und Ladiner, inspirieren können, Werte der Solidarität, des vereinten Europas, der Gerechtigkeit, so Frena. All dies vertrete die derzeitige Rechtsregierung nicht, betrachte man „den skandalösen Preis, der an die Lega bezahlt worden ist, und die schlechte Organisation der Ausstellung der Regionen, das ja, ist eine Beleidigung gegenüber Italien, die allein es verdient, dass niemand am Jubiläum teilnimmt“, so Frena.

Sonstige Reaktionen

Die Süd-Tiroler Freiheit begrüßt die Nicht-Teilnahme an der Staatsfeier am 17. März. Die Grünen hingegen sehen keinen Grund für ein offizielles Fernbleiben der Landesregierung. Auf jeden Fall auch in Südtirol ist der 17. März schul- und arbeitsfrei.

Von: kra

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