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11.02.2011 20:56 Artikel drucken

Schützenbund weist Napolitanos Aussagen zurück

ssb - Paul Bacher

Feierlichkeiten 150 Jahre
Foto: ssb - Paul Bacher

Bozen - Der Südtiroler Schützenbund weist die durch die Medien kolportierte Aussage des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, „dass auch die deutschsprachigen Südtiroler Italiener sind und dass sich die große Mehrheit der deutschsprachigen Südtiroler auch so fühlt“, energisch zurück:

Giorgio Napolitano weiß zu genau, dass Südtirol kulturell, geschichtlich und sprachlich mit Italien von Haus aus wenig gemeinsam hat. Der Pass ist notgedrungen wohl das Einzige, was viele Südtiroler mit den Bewohnern Altitaliens wirklich gemeinsam haben. Außerdem steht es wohl keinem Staatspräsidenten auf der Welt zu, Bürgern vorzuschreiben, welchem Volk sie sich angehörig zu fühlen haben.

Das heutige Südtirol ist lediglich italienische Kriegsbeute. Im Land an Eisack, Etsch und Rienz hat man jahrzehntelang unter großen Opfern der italienischen Majorisierung, die von Italien mit wechselnder Intensität betrieben worden ist, standhalten können.

Wenn man das Jubiläum Italiens nun hernimmt, um subtil jene Assimilierungspolitik fortzusetzen, so begibt sich Napolitano in zweifelhafte Gesellschaft. Er bestätigt damit allerdings auch, dass sich Südtirol eher heute als morgen von Italien verabschieden sollte, so der Südtiroler Schützenbund abschließend.

Von: gh

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