Wirtschaft
25.02.2011 16:54 Artikel drucken

Ispo/Alpitec China: Südtiroler Unternehmen im Reich der Mitte

eos - EOS-Direktor Hansjörg Prast, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Linda Stricker, Landesrat Hans Berger, TIS-Präsident Nikolaus Tribus und der Direktor der Messe Bozen Reinhold Marsoner

Skilegende und Chinaexperten Erwin Stricker wurde gedacht
Foto: eos - EOS-Direktor Hansjörg Prast, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Linda Stricker, Landesrat Hans Berger, TIS-Präsident Nikolaus Tribus und der Direktor der Messe Bozen Reinhold Marsoner

Bozen – Heute ist der letzte Messetag der Ispo/Alpitec China in Peking. Diese Doppelfachmesse läuft seit dem 23. Februar und ist der wichtigste Treffpunkt der chinesischen Wintersportindustrie. Das erfolgreiche Messekonzept wurde von Messe Bozen nach China exportiert. Auch Südtiroler Unternehmen sind auf einem Gemeinschaftsstand der EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen vertreten. Am 27. Februar findet in Urumtschi eine Gedenkfeier für die verstorbene Skilegende und Chinaexperten Erwin Stricker statt. Dabei ist auch eine Wirtschaftsdelegation aus Südtirol anwesend.

China hat das Entstehen privater Skigebiete und die Ausübung von Wintersportarten als Massensport erst in den letzten Jahren gefördert. Der Wintertourismus in China ist somit erst im Aufbau. Trotzdem schießen kleine Skigebiete wie Pilze aus dem Boden. Dies beinhaltet ein enormes Absatzpotenzial für Südtiroler Unternehmen im Bereich der Wintertechnologie.

Die Ispo/Alpitec China wurde 2008 das erste Mal organisiert, seitdem wächst die Besucheranzahl jährlich um 20 Prozent. „Auf dem 120 m2 großen EOS-Stand sind eine Reihe spezialisierter Südtiroler Firmen vertreten“, berichtet Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Anwesend sind die Skipp KG des Gottfried Rottensteiner & Co. aus Montan mit homologierten Kippstangen und Pistennetzen und die Microgate GmbH aus Bozen, die Zeitmessgeräte und Anzeigetafeln mit chinesischen Schriftzeichen produziert. Mit von der Partie sind auch die Compac GmbH aus Gossensass mit Einstiegsanlagen und Förderbändern; die Demac GmbH aus Wolkenstein, die Beschneiungssysteme präsentiert und die Nivis GmbH aus Sterzing mit energiesparenden und umweltfreundlichen Schneerzeugern ohne Luftkompressor.

Der Bergrettungsdienst des Alpenvereins Südtirol ist mit der Unterstützung des Clusters sports & winter Tech des TIS erstmals in Peking vor Ort. Er will vor allem für die Sicherheit und Rettung von Skifahrern sensibilisieren. Zudem sind die Leitner AG mit ihren Seilbahnanlagen und die Prinoth AG mit den neuesten Schnee- und Pistenfahrzeugen für die Pistenpräparierung auf der Messe präsent.

Die Gedenkfeier für Erwin Stricker findet am 27. Februar in Urumtschi, der Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang statt. Zusammen mit der Familie und den Freunden Erwin Strickers nehmen auch Südtiroler Vertreter aus Wirtschaft und Politik an der Ehrenfeier teil, darunter Handelskammerpräsident Michl Ebner, Landesrat Hans Berger, EOS-Direktor Hansjörg Prast und der Direktor der Messe Bozen Reinhold Marsoner. Zu diesem Anlass werden der Skilegende im Skigebiet „Silkroad“ eine Statue, eine Skipiste und eine Hütte gewidmet. „Erwin Stricker galt als Skimarketingexperte mit kostbaren wirtschaftlichen und politischen Kontakten in China. Er hat für Südtirol wertvolle Verbindungen aufgebaut“, so Präsident Ebner.

Von: kra

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