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CasaPound wirbt in Großstädten für Bozner Protestzug
Bozen - Die Kulturorganisation CasaPound, Teil der neofaschistischen Bewegung in Italien, wirbt derzeit im ganzen Land für einen Protestzug gegen Kulturminister Bondi. Letzterer habe die italienischen Denkmäler in Bozen verscherbelt, um sein eigenes Amt zu retten, klagt CasaPound auf den Plakaten, die in zahlreichen italienischen Straßen angebracht worden sind.
Bondi hatte mit den Parlamentariern der SVP zu einer Einigung im Fall der faschistischen Relikte in Südtirol gefunden - die Zustimmung zur Entfernung der Denkmäler in Bozen wurde gegen den glimpflichen Ausgang eines Misstrauensantrags gegen Bondi getauscht.
"Das Blut von 600.000 getöteter Italiener wurde für eine Stimme im Parlament verscherbelt, das ist inakzeptabel", erklärt Marco Racca, Südtirols Koordinator der Bewegung CasaPound. Diese im Ersten Weltkrieg gefallenen Italiener seien für die Einheit Italiens gestorben - die Erinnerung an sie alle werde von Kulturminister Bondi mit Füßen getreten, so die Organisation weiter.
Man wolle sich mit der geplanten Aktion nicht gegen die deutsche Bevölkerung stellen, ein friedliches Zusammenleben sei allerdings nur dann möglich, wenn den in Bozen lebenden Italienern, die 70% der Bevölkerung ausmachten, der nötige Respekt entgegengebracht werde.
Die Protestaktion der rechtsgerichteten Gruppe ist für den 5. März in Bozen geplant. Auch in Turin, wo heute ebenfalls zahlreiche Plakate angebracht wurden, soll an diesem Tag protestiert werden.
Von: iri


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