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Mussolini-Relikte: La Russa überstimmt Bondi

Holzmann nennt Abkommen "nicht durchführbar"
Foto: ansa;lpa;fotomontage - Bondi, La Russa und LH Durnwalder
Bozen - Das Abkommen zwischen Kulturminister Bondi und Landeshauptmann Durnwalder über die faschistischen Relikte sei mit Außnahme des Mussolini- Reliefs ohne das Einverständnis des Verteidigungsministers nicht durchführbar, äußerte sich heute der PdL- Abgeordnete Giorgio Holzmann.
"Verteidigungsminister La Russa hat mir versichert, dass er nicht vorhat, die Erlaubnis für die Anbringung von Tafeln zu geben, die nicht der historischen Wahrheit entsprechen und bloße Mittel politischer Spekulationen sind", so Holzmann zu dem Vorschlag, Tafeln am Siegesdenkmal und an den Beinhäusern anzubringen, um ihren historischen Kontext zu erklären. "Ich sehe keine Notwendigkeit darin, Tafeln an Beinhäusern anzubringen, die der Gefallenen gedenken, zu denen auch Österreicher zählen. Allenfalls verstehe ich die Entscheidung, dies mit dem Mussolini-Relief zu machen."
Eine Lösung gebe es laut Holzmann aber möglicherweise für das Alpini-Denkmal in Bruneck: "Die Gemeinde denkt an den Bau eines neuen Denkmals und Landeshauptmann Durnwalder hat mir gesagt, dass die Provinz dieses Projekt finanzieren könnte. Das alte Denkmals gedenkt den Gefallenen im Abessinien-Krieg; nun könnte man allerdings ein neues bauen, das den Alpini gedenkt, die im Auftrag des Friedens in zahlreichen Ländern unterwegs waren und der Bevölkerung dort im Falle von Naturkatastrophen zu Hilfe kam."
Nein sagt Holzmann allerdings zum Vorschlag zur Errichtung eines Antifaschismus-Museums unweit des Siegesdenkmals. Solch ein Projekt wäre eine negative Botschaft, die die Bevölkerung in böse italienische Faschisten und gute Südtiroler Opfer teilen würde. Er denke da eher an ein Museum zum Ersten Weltkrieg - dies könnte ein Zeichen setzen und die früheren Kämpfe zwischen den beiden Bevölkerungen und ihr heutiges friedliches Zusammenleben versinnbildlichen.
Von: iri - Giorgio Holzmann (PdL)


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