Italien
06.03.2011 16:27 Artikel drucken

Fini: "Linke ähnlich rückständig wie Berlusconi"

ansa

FLI-Parteitag
Foto: ansa

Rom - Beim ersten Parteitag der noch jungen Fini-Partei "Futuro e Libertá" verurteilte der Präsident der Abgeordnetenkammer heute seine politischen Gegner - Kritik hagelte es für Berlusconi und seinen PdL ebenso wie für das linke politische Lager.

Das Mitte-Links-Lager sei ebenso im Rückstand wie Berlusconi - beide ließen eine reformwillige Politik vermissen und würden sich um die wahren Probleme des Landes nicht kümmern, erklärte FLI-Parteigründer Gianfranco Fini heute. Der Präsident der Abgeordnetenkammer unterstrich, dass eine Alternative zum gegenwärtigen Mitte-Rechts-Lager nicht bedeute, dass diese nicht auch eine Alternative zum linken politischen Lager sein könne. Letzteres hätte es in letzter Zeit zu keinem Zeitpunkt geschafft, Ideen vorzubringen, die die Italiener wirklich bewegten.

Fini reagierte mit dieser Kritik auch auf die gestrige Ankündigung des Premiers, er und seine Regierung plane eine "epochale" Reform der Justiz. Wenn diese Reformpläne tatsächlich präsentiert werden sollen, werde man zu gegebenem Zeitpunkt darüber diskutieren, antwortete Fini heute auf die Frage einiger Journalisten, wie er diese Ankündigung Berlusconis denn bewerte.

Fini rief die Anhänger seiner Partei derweil dazu auf, die Aufspaltung der politischen Lager nicht weiter zu beachten und nach vorne zu schauen, wobei er auf einen Seitenhieb auf frühere Parteimitglieder nicht verzichten konnte. Diese hatten Finis junge Partei, die sich nach seiner Abspaltung vom PdL formiert hatte, erst vor kurzem verlassen und waren erneut zu Berlusconi und seinem PdL übergelaufen - künftig solle man keine Minute mehr an sie verschwenden, so Fini.

Von: iri

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