© SüdtirolNews.it 2009-2011 - P.I.: IT02663860217 | Impressum | Privacy | Werben | Jobs | Free Widget | Mobil | iPhone
Katastrophe in Japan: Die Südtiroler Caritas hilft
Bozen – In Japan gibt es nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe von Zehntausenden Menschen nach wie vor kein Lebenszeichen. Offiziell spricht man mittlerweile von 5.000 Toten. Mehr als 70.000 Gebäude wurden völlig zerstört oder schwer beschädigt. Die Versorgungslage wird unterdessen immer schlechter. Hunderttausende Menschen sind in Notquartieren untergebracht. Verzweiflung, Furcht und Chaos breiten sich in Japan aufgrund der atomaren Bedrohung aus. Strom, Lebensmittel und Kraftstoff werden knapp.
Die Caritas Japan unterstützt derzeit die Katastropheneinsatzkräfte der Armee und versorgt Menschen in Notquartieren. Schwerpunktmäßig wird sich die Caritas-Hilfe aber auf den Wiederaufbau konzentrieren. Die Caritas Diözese Bozen-Brixen hat 30.000 Euro für die Nothilfe in Japan bereit gestellt und bittet um weitere Spenden für die Menschen in den Katastrophengebieten.
„Japan hat einen sehr gut ausgestatteten und äußerst effizienten Katastrophenschutz. Deshalb arbeitet die Caritas in Japan normalerweise in der Sozialarbeit für die Schwächsten in ihren Gemeinden und ist für Katastropheneinsätze nicht ausgerüstet“, berichtet Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler. Dennoch mobilisieren die Caritas-MitarbeiterInnen derzeit alle Kräfte, um den Menschen beizustehen und die Einsatzkräfte der Armee zu unterstützen. In den Diözesen Sendai und Saitama versorgen Kirche und Caritas in Notquartieren, die in Pfarrgebäuden eingerichtet wurden, die Menschen mit dem Überlebensnotwendigen. In Tokio werden Pendler, die die Stadt nach dem Beben nicht mehr verlassen konnten, in einer Kirche von Gemeindemitgliedern versorgt. Derzeit erreicht diese Nothilfe ein paar hundert Menschen. „Am kommenden Samstag plant die Caritas eine größere Verteilung mit dem Ziel, mehrere tausend Menschen zu erreichen. Dafür werden derzeit freiwillige HelferInnen mobilisiert. Die Hilfsgüter kommen aus dem Hinterland, das intakt geblieben ist“, berichtet Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler.
Die Südtiroler Caritas hat 30.000 Euro für die Nothilfe in Japan bereit gestellt. „Als Caritas werden wir voraussichtlich schwerpunktmäßig im Wiederaufbau tätig sein. Wir werden unsere Hilfe auf jene konzentrieren, die sie am dringendsten brauchen, wie etwa Kinder, Alleinerzieherinnen und behinderte Menschen. Es ist aber noch zu früh, um zu sagen, ob das vor allem Privathäuser oder auch Schulen, Krankenhäuer oder andere Sozialeinrichtungen sein werden", betont Schweigkofler. Ein Einsatz von internationalen Caritas-Helferinnen und -Helfern sei derzeit nicht geplant. Die atomare Bedrohung lasse dies momentan nicht zu.
Wer die Erdbebenopfer Japans unterstützen möchte, ist eingeladen, seine Spende unter dem Kennwort “Katastrophenhilfe” auf eines der Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen einzuzahlen.
Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065;
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032.



Kommentar hinzufügen