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20.03.2011 11:28 Artikel drucken

Südtirol sollte endlich eigene Briefmarke bekommen

iceman.it;fotomontage -

Briefmarke aus Südtirol?
Foto: iceman.it;fotomontage -

Bozen - Eine funktionierende Post ist ein Grundpfeiler für eine funktionierende Verwaltung eines Landes, so die Süd-Tiroler Freiheit. Italien ist nicht imstande, diesen Dienst zu garantieren. So werden Rechnungen zu spät zugestellt, Postkarten und Briefe müssen den Umweg über Verona machen, die Zustellung von Werbeprospekten ins Ausland bringt die Tourismus- verantwortlichen wegen der Verspätungen zum Verzweifeln.

Südtirol sollte endlich, wie die autonomen Gebiete Färöer, Saint  Maarten und die Ålandinseln die Post übernehmen, aber auch eigene Briefmarken drucken, so Leitungsmitglied Roland Lang. Sogar eine kleine italienische Gemeinde hat jahrelang eigene Briefmarken herausgegeben! Eigene Briefmarken  wären auch eine riesige Werbung für den Tourismus und eine Einnahmequelle, um nach Übernahme der Post die Spesen geringer zu halten.

Eine Nachfrage beim Obmann der Berufsgemeinschaft Druck & Medien im LVH, Horst Fritz, bestätigte, dass nahezu jede Druckerei Südtirols die technischen Voraussetzungen mitbringt, Briefmarken drucken zu können. Die notwendigen Genehmigungen sind natürlich die Voraussetzung. Es fehlen also nur die notwendigen politischen Schritte der Politik und des Landesparlamentes!

Gebiete mit eigenen Briefmarken:
Campione d'Italia ist eine kleine italienische Enklave in der Schweiz. Der Zusatz d’Italia wurde 1933 unter Mussolini an den Namen angehängt, um die Zugehörigkeit des Territoriums zu Italien zu unterstreichen. Die erste Briefmarkenausgabe von Campione d’Italia wurde am 20. Mai 1944 ausgegeben. Die fünf Werte zeigten als gemeinsames Motiv das Gemeindewappen von Campione d’Italia. Darüber stand zu lesen R. R. Poste Italian, sowie darunter Comune di Campione. Diese Inschrift und die italienische Wertangabe des Franken sollten verdeutlichten, dass es sich um Ausgaben der italienischen Post handeln sollte. Bereits am 7. September 1944 wurde eine weitere Briefmarkenausgabe verausgabt. Die Marken zeigten sieben Landschaftsansichten des Ortes und des Luganersees, aber auch Sehenswürdigkeiten Italiens, wie beispielsweise von Verona und Modena. Man verstand es, die große philatelistische Aufmerksamkeit dieser Briefmarkenausgaben von Campione d’Italia zu nutzen. Die Inschriften blieben unverändert, die Werte zu 0.40 und 0.60 Franco wurden hinzugefügt. Die Briefmarkenausgaben von Campione d’Italia verloren mit dem 1. Juni 1952 wieder ihre Gültigkeit.

Die Ålandinseln gehören zu Finnland, haben aber eine Autonomie. Am 1.3.1984 startete Åland mit einem Freimarkensatz von 6 Werten und einer Sondermarke zur aländischen Schifffahrt sein Briefmarkenausgabeprogramm. Der Sitz der Postverwaltung von Åland in der Hauptstadt Mariehamn.

Die   Färörer sind Teil des Königreiches Dänemark. Seit April 1976 hat die Postverk Føroya, seit 2009 Posta, die Postverwaltung auf den Inseln  übernommen. Damit wurden 290 Arbeitsplätze geschaffen in 34 Postämtern, etwa 90 Briefträgerinnen und Briefträger versorgen die etwa 17.000 Haushalte der Färöer mit ihren ca. 48.000 Einwohnern mit der Post. Das Hauptpostamt befindet sich in Tórshavn.

Sint Maarten ist seit dem 10. Oktober 2010 ein eigenes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande, vorher gehörte es bis zu deren Auflösung zu den Niederländischen Antillen. Es besteht aus dem südlichen Teil der Karibik-Insel St. Martin sowie einigen Nebeninseln. Mit der Eigenständigkeit hat Sint Maarten auch mit der Ausgabe von Briefmarken begonnen, die reißenden Absatz finden. Für  Briefmarkensammler  ein echtes neues Sammelgebiet, denn dort hat es bis heute noch nie eigene Briefmarken gegeben und  erlaubt damit die Faszination eine Sammlung, die von der „Nummer 1“ ausgeht – ein neues Sammelgebiet von Anfang an – Gelegenheit, die auch in unserer neuen, globalisierten Welt recht selten vorkommt.

Von: gh

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