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Anrainerbeschwerden: Zwei Spielhallen in der Europastraße in Bozen

Anrainerbeschwerden
Foto: robert lang - Das Innere der Spielhalle "SUITE 124" in der Europastraße zu kostenfreien Verwendung
Bozen - Die seit etwa 90 Tagen eröffneten Spielhallen in der Europastraße in Bozen haben die Proteste der Anrainer voll bestätigt, so Roland Lang. Krach, Geschrei und das Zuschlagen von Autotüren bis nach 1 Uhr nachts, zugeparkte Notzufahrten bei den Kondominien und keine freien Parkplätze für die Bewohner des Viertels sind die Folge zweier Spielhalle mitten im Wohnviertel. Dass in einer Straße, in der sich auch Schulen befinden, gleich zwei Spielhallen hintereinander eröffnet haben, stößt den Bewohnern der Kondominien sauer auf. Für Durnwalder ist Bozen sowieso uninteressant und für den Bürgermeister sind wir „nur ein Vorstadtbezirk“, so Sepp V., ein Pensionist, der mit seiner Familie in der Europastraße wohnt.
Der Bozner Stadtrat für Sozialpolitik, Mauro Randi, äußerte sich 2010 zu den Themen Glücksspiel, Spielsucht, Spielautomaten aus Anlass der Eröffnungen in Bozen klar: "Je einfacher der Zugang zum Glücksspiel sei, desto größer sei die Gefahr der unangemessenen Nutzung dieses Angebots, so Randi. Zwischen 1 und 3 Prozent der SpielerInnen würden, so wissenschaftliche Studien, im Lauf der Zeit abhängig, eine Gefahr, die häufig unterschätzt werde, erklärte der Stadtrat. Vor allem für Jugendliche stelle das Glücksspiel eine Gefahr dar, weil diese in eine Abhängigkeit geraten können, welche sie auch in schwierige Folgesituationen bringe (Kleinkriminalität, Käuflichkeit)."
„Bereits jetzt“, so Sepp V., müssen wir trotz noch wegen der Jahreszeit verschlossenen Fenstern Krach und Motorengeräusche bis nach Mitternacht ertragen. Es bleibt abzuwarten, so der Pensionist, wer haftet, wenn wegen der Parkplatznot die Feuerwehr wegen verparkter Notzufahrten nicht zu einem Brandherd in den Hochhäusern kommt.
Abhilfe zu den von den Anrainern zu Recht beanstandeten Auswirkungen durch die Eröffnung gleich zweier Spielhallen im Stadtviertel Europa Neustift kann nur deren Verlegung oder Schließung sein. Oder möchte ein Politiker den mehr als 16.000 Einwohnern des Stadtviertels Europa- Neustift, in der Mehrzahl italienische Mitbürger, eine gesunde Wohnqualität, zu der auch das Recht auf Nachtruhe gehört, absprechen?


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