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29.05.2011 10:31 Artikel drucken

LR Theiner: Mehr Krankenpfleger und weniger Freiwillige

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Neuer Dienstplan in vier Städten
Foto: stnews

Bozen - Gesundheitslandesrat Richard Theiner präsentiert den neuen Plan zum verstärkten Einsatz von Krankenpflegern in Kranken- und Notarztwägen am morgigen Montag im Landtag.

Neben den Städten Bozen und Meran, wo der Dienst weiter verstärkt wird, soll er auch in Brixen und Bruneck ausgebaut werden. Dabei ist vorgesehen, dass je fünf Krankenpfleger in den vier Landeszentren 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche rundum im Dienst sind. Diese angestrebte Ziel soll in verschiedenen Etappen bis Anfang 2013 erreicht sein.

Für die Krankenpfleger bedeutet diese Neuerung einen ersten Sieg in einem Kampf, den sie schon seit Jahren führen. Laut der Präsidentin des Verbands der KrankenpflegerInnen (IPASVI), Gundula Gröber, handle es sich in jedem Fall um einen Schritt nach vorne, keinesfalls aber um den endgültigen Sieg. Mitglieder des Verbands hatten an dem morgen präsentierten Dokument mitgearbeitet, bemängeln aber drei Probleme, die immer noch bestünden.

Dabei handelt es sich nach Meinung der Krankenpfleger um die zu lang andauernde Realisierungszeit, die Forderung nach einer Ausweitung des Programms auf gesamter Landesebene sowie um die fehlende Definition des Arbeitsbereichs freiwilliger Sanitäter. Diese dürfen Notärzte bei Rettungsdiensten nur begleiten und unterstützen, nicht aber Tätigkeiten ausführen, die in den Arbeitsbereich der Krankenpfleger fallen. Eine Entscheidung aus Rom, die die Aufgaben der Freiwilligen Helfer genau absteckt, steht noch aus.

Landesrat Theiner hingegen zeigte sich zufrieden, man habe eine innovative Lösung gefunden. Bis dato war es so, dass zwei Krankenpfleger in der Landeshauptstadt im Dienst waren - einer war dem Krankenwagen, der zweite dem Notarztwagen zugeteilt. Ihr Dienst ging jeweils von 7-19 Uhr und dies nur an fünf Tagen die Woche, von Montag bis Freitag. In Meran war nur ein Krankenpfleger im Dienst, auch hier nur werktags und jeweils von 7-19 Uhr.

Der neue Plan, den Gesundheitslandesrat Theiner morgen vorstellen wird, sieht eine Verbreiterung der Dienste vor. Ab dem kommenden September sollen in Bozen damit zwei Krankenpfleger rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche im Dienst sein, dasselbe gilt für Meran. Ab dem Monat Jänner nächsten Jahres dann wird in Meran ein flexibles System eingeführt, das den Dienst der Krankenpfleger in Kranken- oder Notarztwagen abhängig von der Art des Einsatzes macht. Auch in Brixen und Bruneck soll dieses Modell zum Einsatz kommen.

Von: iri

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