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Christian Obrist denkt schon ans Olympiajahr
Bozen – Wenn am Wochenende in Turin die Italienmeisterschaft über die Bühne geht, ist Christian Obrist nur Zuschauer. Der 30-jährige Brixner 1500-m-Läufer ist im April beidseitig an den Leisten operiert worden. Die WM-Saison ist für den 12-fachen Italienmeister deshalb abgeschrieben. Ein Comeback ist frühestens für September geplant. In Gedanken ist Obrist aber schon im Olympiajahr 2012.
12 Mal war Christian Obrist bereits Italienmeister. Mehr Einzeltitel hat kein anderer Südtiroler gewonnen. Seit er im Jahr 2000 seinen ersten 1500-m-Titel geholt hat, ist Obrist bei Freiluft-Italienmeisterschaften unbesiegt. Heuer muss er passen. Der 30-jährige Brixner wurde im April beidseitig an den Leisten operiert. Seitdem hat er viel Therapie im Wasser gemacht. "Außerdem habe ich die Zeit zum Radfahren genützt und für Dinge, für die ich sonst keine Zeit habe", kann Obrist der Regenerationsphase auch positive Seiten abgewinnen. Seit einem Monat absolviert er täglich ein Lauftraining, auch wenn ihm eine Schambeinentzündung als Folge der Leisten-OP noch Schmerzen bereitet. Die Motivation ist jedenfalls wieder da. "Seit ich am Wochenende im Fernsehen die Team-EM gesehen und in Brixen vor Ort die Junioren-Italienmeisterschaft verfolgt habe, habe ich wieder richtig Lust bekommen", sagt Obrist, der in seiner Karriere 30 Mal das Trikot der Nationalmannschaft trug.
Das WM-Jahr 2011 hat Obrist weitestgehend abgehackt. "Wenn es optimal läuft, werde ich im September ein, zwei Wettkämpfe bestreiten und mich dann ab Herbst voll auf das Olympiajahr 2012 konzentrieren. In London möchte Obrist zum zweiten mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Sein sensationeller Finaleinzug über 1500 m in Peking (Platz 11) war nämlich ein unvergessenes Highlight in seiner Karriere. Die offizielle Qualifikationsperiode hat bereits am 1. Mai begonnen und dauert bis zum 8. Juli 2012. Für die 1500 m wird eine Teilnahme-Norm von 3:35.50 gefordert. Obrists Bestzeit steht bei 3:35.32 (2007). Über 800 m sind 1:45.60 (PB: 1:46.19) gefordert. Das wird nicht einfach, aber Olympia hat Obrist ja schon einmal Flügel verliehen.




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