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27.06.2011 10:39 Artikel drucken

Caritas: Freiwilligenarbeit im Europäischen Vergleich

In Nals fand ein fünftägiger Workshop statt
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Nals – Freiwilliges Engagement für benachteiligte Menschen in ganz Europa stand in der vergangenen Woche im Zentrum eines fünftägigen Workshops im Bildungshaus Lichtenburg in Nals. Auf Einladung der Caritas Diözese Bozen-Brixen haben Fachleute der sozialen Freiwilligenarbeit aus fünf Europäischen Ländern ihre Erfahrungen ausgetauscht. Sie diskutieren über die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, den Stellenwert von Freiwilligenarbeit im sozialen Netz der verschiedenen Länder, sowie über Chancen und Grenzen sozialen Engagements. Außerdem besuchten sie Südtiroler Einrichtungen, in denen ehrenamtliche HelferInnen stark mit eingebunden sind. „Der Austausch ist wichtig, damit in ganz Europa ein soziales Netz aufgebaut werden kann, das Menschen in schwierigen Situationen auffängt“, betont Guido Osthoff, der Leiter des Caritas-Dienstes Freiwilligenarbeit und Pfarrcaritas. Der Workshop wurde von der Europäischen Union finanziert.

Erfahrungen austauschen und das europaweite Kommunikationsnetz im Bereich der Freiwilligenarbeit stärken: das waren die Hauptziele des vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Workshops in der Lichtenburg in Nalls. Im Rahmen des heurigen Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeiten diskutierten dort vom 20. bis zum 24. Juni auf Einladung der Südtiroler Caritas 23 Freiwilligen-Fachleute aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Rumänien und Südtirol über ehrenamtliches Engagement für benachteiligte Menschen in Europa.

Besondere Aufmerksamkeit kam während des Workshops der Entwicklung von geeigneten Qualitätskriterien in der Freiwilligenarbeit zu. „Damit Freiwilligenarbeit gut gelingt, braucht es für jede und jeden Freiwilligen ein passendes Aufgabengebiet, eine angemessene Einführung in die Tätigkeit, Aus- und Weiterbildung, Praxisbegleitung und die Beachtung wichtiger Rahmenbedingungen und Regeln von Seiten der aufnehmenden Organisation“, erklärt Guido Oshoff. Der Leiter des Südtiroler Caritas-Dienstes Freiwilligenarbeit und Pfarrcaritas präsentierte dazu die Qualitätskriterien, die im Zusammenhang mit der Freiwilligenbörse in sozialen Einrichtungen angewendet werden.

Teil des Workshops war außerdem der Besuch verschiedener Einrichtungen in Südtirol, in denen Freiwillige stark mit eingebunden sind: VKE, Centro ciechi San Raffaele, Volontarius und mehrere Caritas-Dienste. Zum Abschluss des Wokshops referierte Luca Critelli, der Direktor des Amtes für Senioren und Sozialsprengel der Autonomen Provinz Bozen, zum Thema „Die Bedeutung der Freiwilligenarbeit im sozialen Gefüge Südtirols“.

Der gegenseitige Austausch, wie er hier stattgefunden hat, ist unerlässlich wenn es um den Aufbau einer gemeinsamen ‚sozialen Identität‘ in der Europäischen Union geht“, erklärt Guido Osthoff. Eine solche sei für den Wohlstand in einem gemeinsamen Europa ebenso wichtig wie funktionierende Handelsbeziehungen. „Die sozialen Herausforderungen sind überall im Steigen begriffen. Um den Bedürfnissen von Menschen in Notsituation gerecht zu werden, gilt es, verstärkt auf die Mitarbeit von ehrenamtlichen HelferInnen zu setzen. Dafür müssen wir gemeinsam verstehen, wie wir engagierte Frauen und Männer als wertvolle Stützpfeiler für das soziale Netz gewinnen können“, so Osthoff weiter.

Der Workshop hat im Rahmen des heurigen Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeiten stattgefunden. Er wurde im Rahmen der „Lifelong Learning Programme Grundtvig“ von der Europäischen Union finanziert.

Von: kra

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