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Caritas: Danke Georg – Nachruf auf George McAnthony
Bozen – Die Caritas Diözese Bozen-Brixen trauert um Georg Spitaler, ihren langjährigen Projektpartner und Freund. Der bekannte Countrysänger mit dem Künstlernamen George McAnthony hat sich über 20 Jahre lang als Entwicklungshelfer engagiert und zahlreiche Hilfsprojekte in Äthiopien umgesetzt. „Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod schmerzt uns und die Menschen in Äthiopien sehr. Georg war für uns alle nicht nur ein verlässlicher Partner und sondern vor allem ein wertvoller Freund“, so Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler.
Die meisten SüdtirolerInnen haben Georg Spitaler alias George McAnthony als begeisterten Countrysänger gekannt. Bei der Caritas und in Äthiopien war er vor allem als verlässlichen Partner und Helfer geschätzt, der vielen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser, Schulbildung, medizinischer Versorgung und Mikrokrediten ermöglicht hat.
Als Georg Spitaler 1985 als Entwicklungshelfer nach Äthiopien ging, war er noch Tischler. Er reparierte Tische und Stühle in den Schulen, lernte die Sprache des Landes und nebenbei auch das Gitarrespielen. Dieses bestimmte fortan sein Leben, ebenso wie seine Erfahrungen in Afrika. Aus Georg Spitaler wurde George Mc Anthony, aus dem Tischler ein bekannter Country-Sänger und aus dem Entwicklungshelfer ein Botschafter für die notleidende Bevölkerung in Äthiopien. In den vergangenen Jahren hat er dabei mit der Südtiroler Caritas eng zusammengearbeitet.
„Georgs plötzlicher Tod schmerzt uns sehr. Er war als freiwilliger Helfer in Äthiopien mit ganzem Herzen bei der Sache, hat die Solidarität mit den Menschen täglich gelebt. Wir haben in den Jahren unserer Zusammenarbeit viel von ihm gelernt“, sagt Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler. „Wir wünschen seiner Familie in dieser schweren Zeit der Trauer viel Kraft. Wir werden Sie in unseren Gebeten begleiten.“
Auch von den Projektpartnern in Meki, Addis Abeba und Badessa, wo Georg Spitaler gewirkt hat, kommen Worte der Trauer: „Georg war einer von uns. Er sprach unsere Sprache und hat viele Menschen hier persönlich gekannt. Seine Fröhlichkeit, seine Musik und sein Einsatz werden uns allen hier sehr fehlen“, schreibt Temesgen Kebede, der Generalsekretär der Caritas Meki in einem Mail an die Südtiroler Caritas.
Fast jedes Jahr verbrachte Georg Spitaler mehrere Wochen in Äthiopien und betreute die von der Südtiroler Caritas unterstützten Hilfsprojekte. Viele von ihnen hat er selbst gemeinsam mit den Menschen vor Ort geplant und ausgearbeitet. Derzeit werden in Meki und Shone Kleinkredite an 200 Frauen vergeben, die damit Nutztiere oder handwerkliche Geräte ankaufen und eigene kleine Geschäfte oder Betriebe aufbauen können. Außerdem wird 60 Waisenkindern und Kindern mit Behinderungen der Zugang zu schulischer Bildung garantiert; 15 allein erziehende Mädchen, die von ihren Familien verstoßen wurden, können einen Beruf erlernen. In Chole wird ein Brunnen mit angeschlossenem Verteilungssystem gebaut, in der Diözese Meki 12 neue Wasserpumpen installiert, die das Wasser vom angrenzenden Fluss auf die Felder leiten. „Georg war unermüdlich, wenn es um die Hilfe in Äthiopien ging. Er hat seine Kunst, seine Musik und viel von seiner Zeit dafür eingesetzt. Sein Beispiel ist für uns alle ein Auftrag, weiterzumachen, und den Menschen in Afrika weiter beizustehen“, so Heiner Schweigkofler.
Von: kra



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