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Absolvent der Fakultät für Design und Künste erhält den Preis „Maria Tschigg“
Bozen - Der Preis „Maria Tschigg“ ging in diesem Jahr an den ehemaligen Designstudenten Isacco Chiaf. Studierende der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen, welche sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten mit einem sozialen oder humanitären Thema befasst hatten, waren zu diesem Wettbewerb geladen worden.
Die Abschlusskommission an der Fakultät zeichnete dabei die Bachelorarbeit von Isacco Chiaf aus, welche den Titel Made in Italy (Behind the scene) trägt. Die Arbeit veranschaulicht die wichtigsten Abläufe des Waffenhandels, gilt Italien doch als weltweit größter Waffenexporteur.
Prof. Kris Krois, der Betreuer von Isacco Chiaf, erläutert die Arbeit wie folgt: „Die infografische Performance Made in Italy (Behind the scene) von Isacco Chiaf vermittelt ein brisantes und komplexes Thema ebenso eindringlich wie anschaulich. Chiaf schafft es, die Intensität und Leichtigkeit einer Theateraufführung mit der inhaltlichen Präzision von journalistischer Infografik zu kombinieren. Es entsteht ein Spektakel, das gleichermaßen aufklärerisch und unterhaltsam ist und hat somit auch das Potential, ein Publikum zu erreichen, das sich ansonsten einer derart schwierigen Thematik kaum hinreichend widmen würde.“
Die Arbeit steht in der Tradition von sozial engagierten Aufklärern wie Otto Neurath, der vor allem in der Zwischenkriegszeit darum bemüht war, der gesamten Bevölkerung relevantes Wissen zu allen Belangen der Gesellschaft begreifbar zugänglich zu machen.
„Hierzu entwickelten Isacco Chiaf und sein Team eine einfache, verständliche Darstellungsweise und eine grafische Sprache“, präzisiert Krois. „Gleichzeitig zeigte er damit auf, welche Rolle die visuelle Kommunikation – abseits von Propaganda und Marketingkommunikation – in der Gesellschaft spielen kann: Sie informiert alle, denn nur so können alle mündigen Bürger Teilnehmer einer wahrhaftigen Demokratie sein. In diesem Sinne leistet die Arbeit des Absolventen einen Beitrag zur Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft. Die innovative Kommunikationsstrategie und Gestaltung können als Vorbild und Inspiration dienen.“
Das Preisgeld von 2.500 € wurde von einem Mitglied des Verbandes Il Papavero- Der Mohn in Gedenken an seine Ehefrau zur Verfügung gestellt. Die Südtiroler Vereinigung setzt sich für die Förderung der Palliativbehandlung ein. Dem Wettbewerb geht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen im Rahmen der Ausstellung Noch mal leben- Vivere ancora voran.
Von: mk



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