Südtirol (Vermischtes)
12.08.2011 15:47 Artikel drucken

STF: Kritik an Durnwalders Aussagen zur Selbstbestimmung

Bozen - Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert die Aussagen von Landeshauptmann Luis Durnwalder während seiner Sommerpressekonferenz in Pfalzen zur Selbstbestimmung. "Der anscheinend demnächst abtretende Landeshauptmann Durnwalder kam beim Hofzeremoniell in Pfalzen wie gewohnt über Plattitüden nicht hinaus, wobei noch nicht einmal seine Aussage, er werde vielleicht doch nicht mehr kandidieren (natürlich mit dem bekannten "aber..." versehen), sonderlichen Unterhaltungswert hatte“, erklärt Lorenz Puff, Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit in einer Pressemitteilung.

Durnwalder habe alles schon so oft vermeldet, ohne etwas wirklich Neues zu sagen. „Sollte er wirklich abtreten, hat er aber mit der Aussage zur Selbstbestimmung den Südtirolern ein Kuckuksei hinterlassen: Die Bestrebungen für eine Loslösung von einem fremden, maroden Staat als rein wirtschaftliche Überlegungen abzutun, ist nicht nur falsch, sondern fällt auf Durnwalder selbst zurück“, erklärt Puff.

Die Süd-Tiroler Freiheit setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht ein, weil es „ein unveräußerliches Recht einer jeden Volksgruppe ist und  sieht in der sofortigen Loslösung von Italien den besten Weg, unserer Südtiroler Heimat eine gesicherte Zukunft zu bieten“.

„Wir berufen uns auf das Wort von Eduard Reut-Nicolussi: ‚Auch wenn Italien den Schlern mit Gold überziehen würde, wir werden niemals Italiener sein.‘ Die Frage der Selbstbestimmung als rein wirtschaftliche Frage zu betrachten ist hingegen typisch für Durnwalder und seinen SVP-Hofstaat: Es zählt nur Cash für den eigenen Sack, wer mehr zahlt, dessen Lied wird gesungen. Das mag in der SVP en vogue sein, wo die einzigen Kämpfe, die wirklich erbittert ausgetragen werden, die Kämpfe um Posten und die größtmögliche Apanage für die jeweiligen Günstlinge sind“, fügt Puff hinzu.

Für Südtiroler sei dies kein erstrebenswertes Handeln, aber die eigene Freiheit und die z.B. von linksgrünen Kreisen so vollmundig geforderte Öffnung werde Südtirol nur ohne die Bevormundung des römischen Fremdstaates erreichen. „Eines sei abschließend noch zu Durnwalders Aussage, es werden Opfer notwendig sein, gesagt: Opfer müssen gebracht werden, doch wenn, dann für die eigenen Leute und nicht für die entfernt Bekannten im Stiefelland", schließt Puff.

Von: mk

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