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19.08.2011 12:16 Artikel drucken

Pichler Rolle kritisiert Südtiroler Sparkasse

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Keine Überweisungen mehr am Schalter
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Bozen - "Eine Zumutung für alle, besonders aber eine Rücksichtslosigkeit gegenüber älteren Kundinnen und Kunden." Der SVP-Landatsgabgeordnete Elmar Pichler Rolle übt in einer Aussendung scharfe Kritik am unangekündigten Rückbau vertraglich verbriefter Dienstleistungen seitens der Südtiroler Sparkasse. Diese führt an den Bankschaltern ab sofort keine Überweisungen mehr durch. Die Klienten müssen stattdessen einen Zettel ausfüllen und abgeben und erhalten den Zahlungsbeleg erst Tage später.

"Jüngere Kunden können auch Überweisungen per Computer elektronisch selbst durchführen, was aber ist mit all jenen, die entweder über kein Internet verfügen oder auch aufgrund ihres Alters dieses nicht bedienen können", fragt Pichler Rolle. Besonders ärgerlich sei, dass die Klienten der Bank ohne jeglichen Hinweis vor vollendete Tatsachen gestellt worden seien: "Die Kunden haben doch alle einen gültigen Kontokorrentvertrag und bezahlen für die Führung ihres Kontos gar nicht wenig Geld. Wie kann die Bank einfach eine Dienstleistung einstellen, ohne dies vorher anzukündigen und ohne einen gleichwertigen alternativen Dienst anzubieten?"

Bei einer Aussprache mit einem Vertreter der Generaldirektion der Südtiroler Sparkasse sei ihm zunächst noch versichert worden, dass es sich lediglich um ein Missverständnis handle, so Pichler Rolle. Man sei bestrebt, die Inlands-Überweisungen an den Schaltern um etwa die Hälfte zu reduzieren, damit sich die Bediensteten der Bank intensiver um die Kundenberatung kümmern könnten. Dazu Pichler Rolle: "Die Bediensteten haben jedoch die strikte Anweisung, keine Überweisungen mehr durchzuführen. Die Beratung indes dürfte vor allem darin bestehen, den Kunden Versicherungs- und andere Dienstleistungsverträge anzubieten oder gar aufzuschwatzen."

Dabei habe die Bank einseitig einen wesentlichen Dienst abgebaut, der die Kunden nun vor erhebliche Probleme stellt: "Wenn ich eine Rechnung bezahle, erledige ich dies am Bankschalter über mein Kontokorrent und erhalte sogleich den Beleg mit dem Stempel ,bezahlt'. Jetzt bekomme ich lediglich eine Bestäigung, dass ich die Rechnung abgegeben habe. Im besten aller Fälle muss ich am Tag danach wieder zur Bank, um den Zahlungsbeleg selbst abzuholen oder ich vertraue darauf, dass mir derselbe Tage später per Post ins Haus flattert. Das heißt, dass die Kunden künftig einen Teil der Dienstleistung selbst übernehmen müssen und auf jeden Fall mehr Zeit verlieren. Mir ist freilich nicht bekannt, dass die Südtiroler Sparkasse im Gegenzug die Spesen für die Kontoführung reduziert hätte."

Die Südtirolerinnen und Südtiroler hätten bisher großes Vertrauen in die heimischen Banken gehabt, und darauf vertraut, dass diese sie bevorzugt behandeln. Ausgerechnet die Südtiroler Sparkasse setze nun einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung. "Ich kann sowohl über die Vorgangsweise als auch über die Massnahme selbst der Südtiroler Sparkasse nur den Kopf schütteln. Die Kunden dürfen und sollten sich so etwas eigentlich nicht gefallen lassen", so Pichler Rolle.

Von: mk

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