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01.09.2011 11:15 Artikel drucken

JG: Parteiwerbung gehört nicht in die Schule

svp

„Welschtirol wurde vergessen“
Foto: svp

Bozen - Kürzlich wurde von der Süd-Tiroler Freiheit die zweite Auflage des Tiroler Merkheftes vorgestellt. Die Junge Generation in der SVP steht auch diesem Merkheft kritisch gegenüber. Ein Merkheft mit Tiroler Geschichte ist grundsätzlich eine gute Idee, dieses ist aber politisch gefärbt.

„Wir als Junge Generation sprechen uns gegen jeglicher Parteiwerbung und parteipolitischer Einflussnahme in den Schulen aus“, so der SVP-Landesjugendreferent Manuel Raffin.

Vielmehr sollten wir unsere gemeinsame Südtiroler Geschichte, unabhängig von subjektiven und parteipolitischen Sichtweisen, aufarbeiten. „Solche Aktionen fördern keineswegs das Zusammenleben aller Kulturen, vielmehr schürt es neuen Hass und Respektlosigkeit. Damit muss endlich Schluss sein“, so die JG Führung weiter.

Da im Merkheft neben der Geschichte Tirols auch politische Werbung einer Partei enthalten ist, kritisiert die JG dieses Schulmerkheft. Es dürften keine Aufkleber mit populistischen Slogans, wie „Südtirol ist nicht Italien“, darin enthalten sein.

„Wir sind enttäuscht darüber, dass Schüler und Schülerinnen für Wahlpropaganda benutzt werden, und dies in Form eines Merkheftes, was auf eine sehr niederschwelligen und nach unserer Meinung falschen Art und Weise abläuft. Als Besonderheit beinhaltet das Merkheft eine Gesamt-Tiroler Landkarte. Doch die Junge Generation (JG) bemängelt, dass Welschtirol hier vergessen wurde, das historisch zu Tirol gehört. In der Version der Südtiroler Freiheit ist aber nur Nord-Ost- und Südtirol zu finden, das klar als politischer Wunschgedanke und nicht eine historisch korrekter Darstellung der Tatsachen ist“, so die JG abschließend.

Von: mk

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