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Tuberkulose: 700 Personen werden untersucht
Bozen - Weil zwei Arbeiter aus zwei verschiedenen Firmen an Tuberkulose erkrankt sind, werden jetzt rund 700 Personen ärztlich untersucht. Bei der Firma Würth brach die Krankheit bei einem rumänischen Lagerarbeiter aus. Erst vor einigen Tagen traf es einen Angestellten bei der Röchling AG in Leifers.
Paolo Pretto, Direktor des pneumologischen Dienstes, betont, dass kein Grund zur Panik besteht. „Wir untersuchen lediglich 700 Personen, die möglicherweise angesteckt worden sein könnten“, so der Direktor gegenüber der "AltoAdige".
Bei der Würth sollen bereits 60 Personen untersucht worden sein, bei 16 Angestellten sei das Testergebnis positiv ausgefallen. Pretto beruhigt jedoch. „Laut Statistiken bricht die Krankheit bei über 90 Prozent der Menschen, die mit Tuberkulose in Kontakt kamen, nicht aus“, erklärt Pretto weiter.
Die Bazillen können für eine sehr lange Zeit latent im Körper bleiben. Eine mögliche körperliche Schwäche bietet in vielen Fällen den Erregern die Gelegenheit, sich zu vermehren, wodurch die Krankheit ausbricht.
Die Untersuchungen der Arbeiter und ihrer Familien sollen einige Wochen andauern. In Südtirol sollen jährlich an die 50 Tuberkulose-Fälle auftreten.
Gefahren einer Ansteckung bestünden – laut Pretto – in städtischen Zonen. Am meisten gefährdet seien Einwanderer aus Afrika und Asien, aber auch aus Russland und Rumänien. Kontrollen von Seiten der staatlichen Einwanderungsbehörden sind derzeit jedoch nicht vorgesehen.
Von: mk




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