Südtirol (Vermischtes)
14.09.2011 08:52 Artikel drucken

STF: Vintler Gasse - Via Vintola: Ein Namensfrevel in Bozen

Bozen - Einen Namensfrevel ersten Ranges stellt laut Roland lang von der Süd-Tiroler Freiheit die italienische Bezeichnung Via Vintola für die Vintler Gasse dar. „Die Vintler, eine Kaufmannsfamilie aus Vintl im Pustertal, sind im 13. Jahrhundert nach Bozen übersiedelt und waren unter anderem die Auftraggeber für die berühmten gotischen Fresken auf Schloss Runkelstein.  Faschisten und nachfolgenden Pseudodemokraten zeichnen bis heute verantwortlich für die Italienisierung  des Familiennamens einer der bekanntesten Adelsfamilien Tirols“, heißt es in einer Aussendung.

Sogar Landeshauptmann Luis Durnwalder habe bei seinen Verhandlungen mit Fitto erklärt, dass die Steinalm nicht übersetzt werden kann, weil sie zum privaten Steinhof gehört. „Umso mehr ist es ein Kulturfrevel, einen Familiennamen zu italienisieren. Abgesehen davon hat Tolomei Vintl in Vandoies umbenannt (Prontuario Tolomei 1923), womit die Vintler Gasse wenn schon eigentlich Via Vandoies heißen müsste“, so Lang.

Die Stadt Bozen verdanke den Vintlern neben vielem anderen die Ausmalung der Burg Runkelstein  mit dem größten, noch erhaltenen profanen Freskenzyklus des Mittelalters.

„Niemand käme auf die Idee, den großen italienischen Komponisten Verdi zu beleidigen und seinen Platz  in der Landeshauptstadt auch in Grüne Platz umzutaufen, außer vielleicht eine Partei. Warum mussten  dann die Vintler im italienischen  zu Vintola werden? Wie lange wird dieser Kulturfrevel in der Altstadt noch geduldet? Und ist das der Dank der Stadt Bozen für die künstlerischen Hinterlassenschaften der Vintler?“, fragt sich Lang.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert Bürgermeister Luigi Spagnolli auf, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden.

Von: mk

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

_________________

_________________

.

zurück Video Archiv weiter