Wirtschaft
16.09.2011 16:40 Artikel drucken

Vereinbarung zwischen TIS und Stadt Bozen unterzeichnet

Stadt Bozen

Gemeinsames Projekt im Bereich Mobilität vorgestellt
Foto: Stadt Bozen

Bozen - Heute Vormittag haben Bürgermeister Luigi Spagnolli und der Präsident des TIS Nikolaus Tribus auch in Anwesenheit des Sonderbeauftragten des Gemeinderats Paolo Berloffa eine Vereinbarung unterzeichnet.

In der Pressekonferenz wurde erläutert, dass die Stadt Bozen in Umsetzung des Strategischen Entwicklungsplans immer enger mit dem TIS zusammenarbeitet, an dem sie mit 16,88 Prozent beteiligt ist. Die Stadt Bozen setzt vor allem auf eine technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit, bei der es um den Austausch von Ideen und Vorschlägen geht, welche auch zur gegenseitigen Weiterbildung beitragen. Die Stadt nutzt die Kompetenz des TIS, um an als Hauptakteurin oder in Partnerschaft an nationalen, europäischen oder internationalen Untersuchungen und Studien im Bereich der technischen Innovation teilzunehmen.

Das TIS unterstützt die Stadt Bozen in der Auswahl der Projekte, welche für die Erreichung der strategischen Ziele der Stadt am geeignetsten sind, sowie in der Ermittlung von Finanzierungsprogrammen und technischen Partnerschaften. Das TIS wird die einzelnen Projekte koordinieren, welche von der Stadt Bozen gut geheißen und auf den Weg gebracht wurden und welche in den Rahmen der Vereinbarung fallen.

Die Vereinbarung gilt für drei Jahre, dann werden die Ergebnisse überprüft und eine weiitere Zusammenarbeit abgewogen. Die Kosten belaufen sich im Dreijahreszeitraum (2011-2013) auf 15.000 Euro pro Jahr.

Bürgermeister Luigi Spagnolli bedankte sich bei Gemeinderat Paolo Berloffa, welcher die Zusammenarbeit stark gefördert hat, er bedankte sich auch bei Generaldirektor Helmuth Moroder (heute abwesend), welcher den Ablauf begleitet hat, sowie beim ehemaligen Generaldirektor Renzo Caramaschi und beim ehemaligen Stadtrat (heute Gemeinderat) Primo Schönsberg, welche dazu begetragen haben, die Zusammenarbeit mit dem TIS aufzubauen.

Bozen Traffic

Nach Unterzeichnung der Vereinbarung wurde den Medien das erste wichtige Projekt im Rahmen dieser Zusammenarbeit vorgestellt, welches in den letzten Wochen gestartet wurde. Bozen Traffic zielt darauf ab, die Verkehrsflüsse vor allem an besonders verkehrsintensiven Tagen zu optimieren.

Erläutert wurde das Projekt von Mobilitätsstadträtin Judith Kofler Peintner, Ivan Moroder vom Amt für Mobilität und von Roberto Cavaliere, der das Projekt für das TIS betreut. Mit dabei auch der Planungsverantwortliche des TIS Giuseppe Franco und Patrick Ohnewein (Free Software & Open Technology des TIS).

Moderne Technologien sollen dazu beitragen, Staus auf den Straßen in Bozen künftig zu vermindern oder zu vermeiden. Das ist das Ziel des Projekts "Bozen Traffic", welches in Zusammenarbeit mit dem "TIS innovation park" und durch eine Finanzierung des EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) auf den Weg gebracht wurde.

Bürgermeister Spagnolli unterstrich, dass "wir heutzutage das Verkehrsproblem nicht empirisch angehen können, sondern ein wissenschaftlicher Zugang nötig ist, und dieses Projekt geht genau in diese Richtung". Stadträtin Kofler Peintner erinnerte daran, dass man bereits diesen Sommer erste Versuche unternommen hat, den touristischen Verkehr auf Shuttlebusse umzulenken. "Dieses Projekt ist eine Fortsetzung und Erweiterung dieses Anfangs, und dabei werden die neuesten Technologien genutzt".

Das Projekt wird zwei Jahre in Anspruch nehmen, begonnen wurde mit den Arbeiten im September; erstellt werden soll eine online-Plattform, welche auf unterschiedliche Gruppen von Straßennutzern abgestimmt, mittels neuer Kommunikationstechnologien aktuelle Informationen in Realzeit übermittelt. Diese Informationen können die Nutzer mit marktüblichen Geräten abrufen und in der Folge ihre Wege anpassen.

Das Projekt zielt ist vor allem für besonders verkehrsintensive Phasen gedacht, wie beispielweise die sommerlichen Regentage mit intensiven Touristenströmen Richtung Stadt. Das Projekt untersucht zunächst die verschiedenen Bedarfssituationen der Nutzer, um dann gezielte Angebote ausarbeiten zu können.

Aus diesem Grund arbeiten Stadt Bozen und TIS intensiv mit den Tourismusorganisationen und dem öffentlichen Personentransport zusammen. Diese können zum einen wichtige Informationen liefern, zum anderen werden sie selbst Nutznießer des Projekts sein, weil sie ihrer Kundschaft einen besseren Service anbieten können.

"Bozen Traffic" soll auch dazu beitragen, den Informationsfluss unter den Verkehrsteilnehmern zu verbessern, was gleichzeitig zu einem nachhaltigeren Mobilitätsverhalten führen kann. Ziel ist eine bessere Verteilung der Verkehrsflüsse und ein weiterer Ausbau der nachhaltigen Mobilität (Rad, Bus, Zug) mit indirekten aber nicht unerheblichen positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität in Bozen, auf deren Attraktivität für Gäste und auf die Straßensicherheit.

Von: mk

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