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Papst trifft sich mit Opfern von sexuellem Missbrauch durch Priester
Erfurt - Der Papst hat sich im Rahmen seines Deutschland-Besuches in Erfurt mit Opfern von sexuellem Missbrauch durch Priester getroffen.
Es handelte sich um zwei Frauen und drei Männer, die aus verschiedenen Gegenden in Deutschland stammen. Papst Benedikt XVI zeigte sich „bewegt und zutiefst erschüttert aufgrund des Leidens der Betroffenen“, hieß es aus den Reihen des Vatikans.
Der Papst soll sein tiefstes Mitgefühl und Bedauern ausgesprochen haben, und er habe versichert, dass den Verantwortlichen in der Kirche die Missbrauchsverbrechen angehen wollen.
Weil in Deutschland die Kirchenaustritte zunehmen, nahm der Papst bereits auf seinem Flug in die Bundesrepublik nahm Papst Benedikt XVI zu dieser Entwicklung Stellung und zeigte Verständnis, wobei er auch auf die Übergriffe durch pädophile Priester einging.
„Ich verstehe, dass angesichts der Verbrechen wie der Missbrauch von Minderjährigen viele Personen, die den Opfern nahe stehen, sich von der Kirche distanzieren“, erklärte Benedikt.
Die Kirche sei eine Instanz des Humanismus und der Moral, und wenn ihre Vertreter nicht danach leben, verliere die Kirche an Glaubwürdigkeit, fügte der Papst auf seiner Berlin-Reise hinzu.
Der Papst wünsche sich außerdem für Italien eine „moralische Erneuerung“. Dies schrieb er in einem Telegramm an den Staatspräsidenten Giorgio Napolitano vor seinem Abflug nach Deutschland.
Botschaften an das italienische Staatsoberhaupt gehören traditionell zu den Auslandsfahrten des Papstes dazu.
Von: mk



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