Italien
27.09.2011 09:18 Artikel drucken

Ermittlungen gegen Berlusconi im Fall Tarantini

ansa

"Den Unternehmer zu Falschaussagen gedrängt"
Foto: ansa

Neapel - Im Prozess wegen Erpressung gegen den Unternehmer Giampaolo Tarantini könnten doch auch Ermittlungen gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi aufgenommen werden.

Im Verfahren, bei dem Tarantini die Erpressung des Premiers vorgeworfen wird, galt Berlusconi bisher nur als Zeuge. Nun zieht das Beschwerdegericht von Neapel in Erwägung, gegen den Premier eine eigene Untersuchung durchzuführen.

Laut der Staatsanwaltschaft habe Berlusconi Tarantini dazu gebracht, vor den Richtern Falschaussagen zu tätigen. Tarantini wurde vorgeworfen, mindestens 850.000 Euro und eine Luxuswohnung in Rom für sein Stillschweigen kassiert zu haben.

Vor Jahren habe er dem Premier junge Eskort-Damen für seine Partys zugeführt. Inzwischen befindet sich Tarantini gemeinsam mit seiner Frau wieder auf freiem Fuß. Die Untersuchungen in der Folge werden von Bari aus koordiniert.

Inzwischen wird Italien durch seinen skandalumwitterten Ministerpräsidenten weiter zum Gespött ausländischer Medien. „Warum Berlusconi niemals verurteilt wird“, stand gestern etwa auf der Titelseite der französischen Zeitung „Le Monde“.

Im Artikel wird dem Premier vorgeworfen, immer wieder Gesetze zu seinen eigenen Gunsten zu erlassen, wodurch er den Fängen der Justiz stets entwischt.

Von: mk

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

_________________

_________________

.

zurück Video Archiv weiter