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Antibiotika: Vorsicht bei Masthühnern aus Turbozucht
Bozen - Die Haltung von Masthühnern auf engem Raum führt häufig zu gesundheitlichen Schäden und einer überdurchschnittlich hohen Sterblichkeit. Durch den Einsatz von Antibiotika versuchen viele Mastbetriebe, die Verluste einzudämmen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) in einer Aussendung hin.
Problematisch ist das nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für die VerbraucherInnen, wie die Verbraucherzentrale anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober erklärt. Denn dadurch sind immer mehr Tiere mit sogenannten resistenten Keimen infiziert, die auf Antibiotika nicht mehr reagieren.
"Solche Keime können über die Nahrungskette auch Menschen gefährden", betont Barbara Telser. Die Ernährungswissenschaftlerin rät, lieber weniger Fleisch zu essen und etwas mehr Geld für die Produkte aus tierfreundlicherer Produktion auszugeben.
Ein Masthuhn erreicht heute sein Schlachtgewicht von 1,8 Kilo in 32 Tagen. Durch die rasche Zunahme sind die Tiere dicht gedrängt auf engstem Raum eingepfercht. Nicht nur aus Sicht von Tierschützern ist das völlig absurd, da es den natürlichen Verhaltensweisen und Grundbedürfnissen der Tiere in keiner Weise gerecht wird.
Bessere Haltungsbedingungen garantieren Betriebe, die sich zu tiergerechter und umweltschonender Nutztierhaltung entschlossen haben. Auch bei Bio- Produkten gehen die Anforderungen an die Tierhaltung über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinaus.
Von: mk



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