Italien
09.10.2011 16:50 Artikel drucken

Demonstrationen und Anfeindungen: Berlusconi in der Kritik

ansa

Druck wächst
Foto: ansa

Rom - Ministerpräsident Berlusconi präsentiert sich dieser Tage in keinem guten Licht: die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Italiens vergangenen Freitag erneut herabgestuft, hinzu kommen Demonstrationen gegen den Premier und Gerüchte um Verräter in den eigenen Reihen.

Berlusconi soll gestürzt, die Spitze ausgetauscht und bis zu den Wahlen eine Übergangsregierung gebildet werden, so die angeblichen Pläne aus der Mitte des PdL. Der frühere Industrieminister und Parteikollege Scajola drohte Berlusconi gemeinsam mit einigen Parlamentarien jüngst mit einem Misstrauensantrag, sollte sich der Premier nicht für einen freiwilligen Rückritt entscheiden. Am gestrigen Samstag versammelten sich indes zahlreiche Demonstranten in Mailand und Rom - auch sie fordern Berlusconi auf, sein Amt aufzugeben: der Druck auf den Ministerpräsidenten wächst von allen Seiten.

Bossi hingegen schließt eine solche Möglichkeit angeblich aus: "Ohne Berlusconi, wo soll das hinführen? Wer sorgt dann für Stimmen - etwa Scajola? Ihr habt Berlusconi zu einem Kriminellen gemacht, aber einem Großteil der Wähler ist er immer noch sympatisch", so Bossi heute zu Journalisten.

Von: iri

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