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Villa beschlagnahmt: Ämter in Bozen um 600.000 Euro geprellt
Bozen - Die Polizei von Bozen hat gestern anhand eines Erlasses der Bozner Staatsanwaltschaft eine Villa in Pergine Valsugana in der Provinz von Trient vorsorglich beschlagnahmt.
Die Handlung war Teil der Operation „Halbmond“, die seit letztem Dezember im Gange ist. In deren Rahmen konnte eine kriminelle Organisation ausgehoben werden, die unter anderem der Begünstigung der illegalen Einwanderung, der Ausstellung falscher Dokumente und des Betrugs beschuldigt wird. Insgesamt wurden bereits fünf Personen verhaftet, während 20 weitere eine Anzeige kassierten.
Da die illegalen Aktivitäten beträchtliche Geldmengen einbrachten, wurden die Vermögensverhältnisse der Beteiligten überprüft. Dabei kam zum Vorschein, dass drei Italienerinnen, die offiziell in Bozen ansässig sind und als mittellos aufschienen, es unterlassen hatten, die besagte Villa als ihren Besitz anzugeben.
Dadurch war es ihnen möglich, seit dem Jahr 2000 Beiträge der Gemeinde und der Sozialdienste sowie Wohngeld zu erschwindeln. Die Ermittler rechnen mit einem Schaden von 600.000 Euro.
Die Villa in Pergine Valsugana besteht aus elf Zimmern auf zwei Stöcken und verfügt über eine umliegende Fläche von 400 Quadratmeter, auf welcher ein Garten, eine Garage und ein Hof untergebracht sind. Die Immobilie soll einen Wert von 700.000 Euro haben. Den drei Frauen wird erschwerter und wiederholter Betrug sowie der unrechtmäßige Erhalt von öffentlichen beitraöägen vorgeworfen.
Von: mk



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